KAB Olpe / Siegen - Aktuelles und Nachberichte

Beten für das Leben

Solidarität zeigen mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen am Marsch für das Leben

am Samstag, 19. September 2020 in Berlin.

Unter Berücksichtigung aller Vorsichtsmaßnahmen und Auflagen beteiligt sich auch in diesem Jahr die KAB an der größten Demonstration für das Lebensrecht jedes Menschen in Deutschland.

 

In den letzten Monaten ist es nach Auffassung der KAB erneut besonders deutlich geworden, wie wichtig menschliche Bindungen und ein humanes, gerechtes Handeln sind. Dennoch gibt es Bestrebungen, einige Menschen noch mehr als üblich im Stich zu lassen:

Frauen im Schwangerschaftskonflikt erhalten ohne medizinische oder andere Hilfsangebote, ohne lebensbejahende und Mut machende Unterstützung einen Schein zugeschickt, um ihre Kinder abzutreiben.

Menschen, die sterben möchten, sollen zukünftig keine Lebenshilfe, keine Lebensermutigung erhalten.

 

„Solche Bestrebungen sind unmenschlich. Sie negieren die wirklichen Bedürfnisse von Menschen, verletzen Menschenrechte und treten die Menschenwürde mit Füßen“, so der KAB-Bezirksverband.

„Umso wichtiger sei eine Haltung, die 100% für das Leben, für die Rechte jedes Menschen einsteht und konsequent dafür eintritt“, betont Hermann-Josef Beckmann, Mitglied des Bezirksvorstandes. „Sie dürfen keinen Menschen im Stich lassen, weder vor der Geburt noch in schwierigen Lebenssituationen, oder am Ende des Lebens.“

 

Die KAB regt an, in der Zeit von Samstag, 11. September 2020, bis Sonntag, 20. September 2020, in allen Werktags- und Sonntagsgottesdiensten mit einer Fürbitte und einem Gebet das Anliegen zum Schutz des grundgesetzlichen Lebensrechtes stets vor Gott zu tragen.

 

Weitere Informationen zur Teilnahme am Marsch für das Leben erhalten Sie unter

www.bundesverband-lebensrecht.de/berlin@bv-lebensrecht.de,

auf der Homepage der KAB Olpe, per Telefon unter 02761/94460 oder unter info@kab-olpe-siegen.de.

 

Fürbitten

Gnädiger und allmächtiger Gott, du bist ein Gott des Lebens. Du hast uns ins Leben gerufen und forderst uns auf, das Leben zu schützen. So kommen wir zu dir und bitten dich: stärke uns, damit wir in deinem Sinne das Leben fördern. Ganz besonders am Anfang und Ende, wenn das Leben meist schwach und wehrlos ist, lass uns als deine Boten für das Leben eintreten. So rufen wir zu dir: Herr, unser Schöpfer und Vollender, erhöre uns! Du Gott des Lebens, wir denken vor dir an Menschen, die an den Anforderungen des Lebens zu zerbrechen drohen, die mit dem Leben hadern, diesem entfliehen wollen und verzweifelt sind. Erwecke in ihnen die Hoffnung auf ein erfülltes Leben im Lichte deiner Liebe und Gnade und schenke ihnen neue Perspektiven für ihr Leben. So rufen wir zu dir: Herr, unser Schöpfer und Vollender, erhöre uns! Du Gott des Lebens, wir denken vor dir an Menschen, deren Lebenswert in der öffentlichen Diskussion oder aus wirtschaftlichen Überlegungen infrage gestellt wird: den Ungeborenen, den Behinderten, den unheilbar Kranken und Sterbenden. Schenke ihnen Menschen, die sie unterstützen und sich für ihr Leben einsetzen. So rufen wir zu dir: Herr, unser Schöpfer und Vollender, erhöre uns! Du Gott des Lebens, wir denken vor dir an die Menschen, die andere pflegen, begleiten, medizinisch oder seelsorgerlich betreuen. Schenke ihnen die Kraft, ihren wichtigen Dienst in der Begleitung von Menschen an der Schwelle zum Tod zu tun und lass sie Sicherheit und Zuversicht in ihrem eigenen Glauben finden.

 

So rufen wir zu dir: Herr, unser Schöpfer und Vollender, erhöre uns! Du Gott des Lebens, wir denken vor dir an die Menschen, die merken, wie ihre Lebenskräfte schwinden und die mit dem eigenen Tod konfrontiert sind. Lass sie durch aufmerksame und umsichtige Pflegende und Angehörige auf ihren letzten Wegen liebevolle Begleitung erfahren. Berge sie in der Hoffnung, dass du sie zu neuem Leben in deinem Reich erwecken wirst. So rufen wir zu dir: Herr, unser Schöpfer und Vollender, erhöre uns! Du Gott des Lebens, dein Odem lässt uns aufatmen und dein Geist erweckt in uns die Kraft zum Leben. Wir leben von deiner Barmherzigkeit und Güte. So beten wir mit den Worten Jesu, der mit uns das Leben auf der Erde teilte:

 

Der Herr voller Liebe wie eine Mutter und gut wie ein Vater Er segne dich er lasse dein Leben gedeihen, er lasse deine Hoffnung erblühen. Der Herr behüte dich er umarme dich in deiner Angst, er stelle sich vor dich in deiner Not. Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir Mit zärtlichem Blick erwärme er dich und löse bei dir, was erstarrt ist. Er sei dir gnädig wenn Schuld dich drückt, dann lasse er dich aufatmen und mache dich frei. Der Herr erhebe sein Angesicht über dich Er sehe dein Leid, er tröste und heile dich. Er gebe dir Frieden Das Wohl des Leibes, das Heil deiner Seele. Amen. (in Anlehnung an Georg Kugler, EG Ausgabe Bayern/Thüringen, S. 1545) 41 Text und Musik: Joachim Dierks Klaviersatz: Stephan Zebe © ZebeMusic Berlin, aus: »Songs of the Bible« V

 

Liedvorschlag:

 

Frei sein für Gott und Mensch

 

1. Menschenmassen ohne Zahl, jagen hasten überall, in den Straßen Lärm und Schall, ist das unser Sonntag? Kaufhaustrubel nur hinein, Leuchtreklame heller Schein, muss das alles wirklich sein, ist das unser Sonntag? - NEIN

 

Refr.: Frei sein für Gott und Mensch, frei sein für Gott und Mensch, frei sein für Gott und Mensch, das ist unser Sonntag.

 

2. Kaufen, kaufen, kauft ihr Leut, Angebote nur noch heut, Montag beginnt die Arbeitszeit, ist das unser Sonntag? Einkaufswagen für Groß und Klein, viele Waren, das muss sein, muss das alles wirklich sein, ist das unser Sonntag? - NEIN

 

3. Keine Zeit für Muße heut, keine Zeit für eine Freud, Montag beginnt die Arbeitszeit, ist das unser Sonntag?

In den Straßen Lärm und Schall, Menschenmassen ohne Zahl, jagen hasten überall, ist das unser Sonntag? - NEIN

 

Text: unbekannt Musik: Albert Hammond (Down by the rain); Rechte unbekannt

KAB schreibt an MDBs zum Thema Lieferkettengesetz

Olpe. Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen wendet sich in einem Brief zum Thema Lieferkettengesetz an Mitglieder des Bundestages mit der dringenden Bitte, den Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts umzusetzen.

 

In dem Brief wird Bezug genommen auf die unhaltbaren Arbeits- und Wohnbedingungen der Mitarbeiter der Schlachthöfe, gerade wieder sichtbar geworden durch die vielen Corona-Infektionen. Subsubsub-Unternehmer beuten die Menschen aus dem Ausland regelrecht aus. Die  KAB fordert – wie auch andere Verbände: „Eine digitale Arbeitszeiterfassung, stärkere Kontrollen, ein Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit, Mindestanforderungen für Gemeinschaftsunterkünfte sowie höhere Bußgelder bei Verstößen“, so der gemeinsame Nenner von CDA Berlin und Franz Josef Klur von der KAB Altenhof im Einvernehmen mit dem Bezirksvorstand.

 

Wer die Aktion unterstützen möchte, kann eine Muster-Email unter info@kab-olpe-siegen anfordern.

Kein Schachern um den Sonntag

Gemeinsam mit der Diözesanleitung der KAB wandte sich der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen an Erzbischof Becker.

 

Paderborn. In einem offenen Brief haben sich der KAB-Diözesanverband und der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen an Erzbischof Hans-Josef Becker gewandt und ihn um Unterstützung beim Einsatz für den Sonntagsschutz gebeten. Es geht um das Ansinnen von NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP), bis zum Jahresende vier zusätzliche, verkaufsoffene Sonntage zuzulassen. Der Einzelhandel soll damit in der Corona-Krise gefördert, und die Konjunktur angekurbelt werden. Diese Initiative, so die KAB, reihe sich ein, in die vielen Versuche von anderer Seite, aus dem Sonntag einen normalen Werktag zu machen. Die KAB und ihre Ortsverbände wehren sich entschieden gegen dieses taktische Vorgehen.

Sonntags zum Shopping in die City: Wenn es nach der NRW-Landesregierung geht, soll das in diesem Jahr an vier zusätzlichen Terminen möglich sein. Der KAB-Diözesanverband protestiert dagegen und hat Erzbischof Becker um Unterstützung gebeten.

 

Bild von Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Dass ausgerechnet eine christlich-demokratisch geführte Landesregierung für zusätzliche verkaufsoffene Sonntage werbe, sei genauso ärgerlich, wie die Tatsache, dass sich die katholische Kirche in diesem Zusammenhang kompromissbreit zeige.

Wörtlich heißt es in dem KAB-Schreiben: „Der Schutz des Sonntages ist unser ureigenstes Anliegen als Kirche. Wer, wenn nicht wir, kann dafür eintreten, an einem Tag dem Beispiel Gottes folgen – ausruhen.“ Die Diözesanleitung und die Ortsverbände bitten den Bischof, „klare Kante zu zeigen für den arbeitsfreien Sonntag“. Wenn sich die Kirche an den aktuellen Überlegungen beteilige, verspiele sie den letzten Rest an Glaubwürdigkeit: „Hören wir auf, um den Schutz des Sonntags zu schachern!“

Insbesondere stößt sich die KAB an der Tatsache, dass nach Pinkwarts Initiative kein konkreter Anlass für einen verkaufsoffenen Sonntag nötig sei. Einen solchen Anlass hatten die Verwaltungsgerichte zur Genehmigung stets gefordert.

In der vom NRW-Wirtschaftsministerium geplanten Form ist das Konzept nach KAB-Ansicht ein „Hohn“ gegenüber denjenigen, die dann arbeiten müssen. Es gehe zulasten der Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel. Die KAB und ihre Ortsverbände vertreten den Standpunkt, dass dieser Tag für die Familien und Alleinerziehenden geschützt werden muss.

Die Menschen sind in der Pandemiezeit an die Belastungsgrenze gegangen. „Wir zeigen ihnen dadurch unseren Respekt und ordnen nicht ihre Interessen dem Konsum und einem vorgespielten, wirtschaftlichen Nutzen unter.“ So die KAB.

„Wir möchten Sie herzlich bitten, die KAB an dieser Stelle in ihrer Haltung zu unterstützen“, heißt es im letzten Satz des Briefes an den Erzbischof.

KAB – Europa sind wir!

Mit dieser Aussage beschließt der KAB Bezirksvorstand Olpe/Siegen seine aktuellen Aktionsplanungen und setzt in seiner Juli-Konferenz sein Engagement mit der Gründung eines europäisch-christlichen Bündnisses für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung von Gottes Schöpfung in weltweiter Verantwortung fort (vgl. Laudato Si` – Enzyklika von Papst Franziskus).

 

Das gegenwärtige Programm der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bewirkt  Impulse, die auch von der KAB als internationalem Sozialverband aufgegriffen werden. Solidarität und Subsidiarität stehen derzeit vor neuen Herausforderungen. Es geht um die Bedeutung der Grundwerte für den Erhalt Europas. Daher startet die KAB vorrangig konkrete Projekte und Handlungsmodelle für ein engagiertes Christentum, das sich politisch und gesellschaftlich darstellt.

Teilnehmer der Sitzung, von links: Klaus-Peter Wilhelm, Ulrich Remmel, Hubert Kahmann, Wolfgang Wagener, Peter Thesing, Marlene Müller

Foto: Margitta Kiyek, KAB Olpe/Siegen

„Die Bibel und die katholische Soziallehre geben den Menschen alles Notwendige an die Hand, um Zukunft sozial gerechter und ökologisch nachhaltig zu gestalten“, so der KAB Vorstand.

 

„Christen und Kirchen verzetteln sich derzeit in ihren internen Problemen und Strukturen und vernachlässigen dabei den Einsatz für die großen Aufgaben unserer Zeit“, so der Bezirksvorstand. Mit dem angedachten, europäisch-christlichen Bündnis will die KAB Synergieeffekte bewirken und das öffentliche Bewusstsein schärfen, damit eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit möglich ist.

 

„Die meisten der großen Probleme dieser Welt sind menschengemacht, also können sie auch von Menschen gelöst werden.“ Die KAB wünscht sich ein interkonfessionelles Zusammenwirken in diesem europäischen Bündnis. Es sollen neue Wege der Zusammenarbeit erprobt werden.

 

Die KAB wird die „Interkulturelle Woche“ im September und den von Papst Franziskus initiierten  „Welttag der Armen“ im November zum Anlass nehmen, über den Fortgang der Aktionen zu berichten.

Weitere Informationen finden sie auf der Web-Seite der KAB Olpe/Siegen.

Kontakt: KAB Bezirksverband Olpe/Siegen, Friedrichstraße 4, 57462 Olpe,

Telefon: 02761 94460, Mail: info@kab-olpe-siegen.de

"Schafft Recht und Gerechtigkeit"

KAB Bezirksverband Olpe/Siegen unterstützt die Initiative Lieferkettengesetz

Olpe / Siegen / Lennestadt-Saalhausen.

Seitdem auf dem Weg von den Produktionsstätten in Asien Millionen von Schutzmasken verschwunden sind, weiß in Deutschland fast jeder, was eine Lieferkette ist. Aber bei der Lieferkette geht es nicht nur um die Sicherheit der Lieferung, sondern auch um die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen all derer, die in den Produktions- und Lieferprozess der gehandelten Waren eingebunden sind.

 

Um diese Frage geht es bei einer Ausstellung und Veranstaltung, zu der die KAB Olpe / Siegen nach Saalhausen einlädt. Zunächst einmal stehen seit einigen Tagen sechs Roll Ups in der Kirche St. Jodokus, die mithilfe von Bildern und Texten in eindrucksvoller Weise die Lebenssituation der Benachteiligten in aller Welt schildern und der Frage nachgehen, was wir damit zu tun haben.

Foto: Kirchbesucher und Interessierte informieren sich direkt nach Aufstellen der Ausstellung

zum Sachverhalt des Lieferkettengesetzes in der Kirche St. Jodokus in Lennestadt-Saalhausen.

Fast 100 Initiativen und Organisationen aus dem ganzen Bundesgebiet haben sich zusammengeschlossen zur „Initiative Lieferkettengesetz“, darunter bekannte Namen wie Misereor, Ver.di, Adveniat, BDKJ, Kindermissionswerk Die Sternsinger, Erzbistum Paderborn, Evangelische Kirche von Westfalen, Hoffnungszeichen – Sign of hope, KAB, kfd, Kolping, KLJB, Pax Christi u. v. a. Sie alle fordern von der Politik, endlich ein Lieferkettengesetz zu verabschieden, damit in der gesamten Lieferkette Menschenwürde und Gerechtigkeit beachtet werden. Neben der sehr ansprechenden und informativen Internetseite https://lieferkettengesetz.de gibt es aktuelle Infos auch beim Erzbistum Paderborn, wo Folgendes zu lesen ist:

 

„Wir alle kennen die Beweggründe, bestimmte Produkte im Weltladen zu kaufen. Für unsere Schokolade sollen keine Kinder gearbeitet haben und für unsere Kleidung keine Fabrikarbeiter*innen gestorben sein, der morgendliche Kaffee soll kein schlechtes Gewissen erzeugen, sondern einen wachen Geist. Damit diejenigen, die in unseren weltweiten Lieferketten Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen erfahren, tatsächlich Recht und Gerechtigkeit zuteilwird, braucht es mehr als unseren nachhaltigeren Konsum. Ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen engagiert sich daher aktuell für ein Lieferkettengesetz: einen gesetzlichen Rahmen, der Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihrem Auslandsgeschäft verpflichtet. Denn die Erfahrungen zeigen: Auf dem Weg freiwilliger Maßnahmen verbessert sich nur wenig; viele Probleme verschärfen sich durch harte Wettbewerbsbedingungen und schnelllebige Geschäftsmodelle. 2020 will die Bundesregierung über ein Lieferkettengesetz diskutieren. Auch wenn die Zustimmung für verbindliche Regeln wächst und die Chance auf Veränderung nie so greifbar war: Ob die Bundesregierung bis zu den nächsten Wahlen wirksam Spielregeln für Unternehmensverantwortung setzt, ist keinesfalls sicher. Damit deutlich wird, dass eine breite gesellschaftliche Basis nicht länger bereit ist, die Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards der Willkür der Freiwilligkeit zu überlassen, braucht es das Engagement jedes/jeder einzelnen.“

(https://www.erzbistum-paderborn.de/aktuelles/einsatz-fuer-eine-faire-fracht)

 

Die KAB lädt Gemeindemitglieder und Interessierte einerseits ein zum Besuch der Ausstellung in der Kirche (Winterberger Str. 38 - täglich geöffnet von 9 – 18 Uhr), andererseits zum Gottesdienst und zur anschließenden Einführung in die Ausstellung am Freitag, den 19. Juni 2020, um 18.00 Uhr. Um Abstand wird – gemäß den geltenden Regeln – sowohl im Gottesdienst wie bei der Ausstellung gebeten.

 

Die Roll Up-Ausstellung richtet sich an alle Kirchengemeinden und kirchlichen Gruppen, die sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen gesetzlichen Rahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards engagieren möchten. Sie gibt Einblicke in Menschenrechtsverstöße und Umweltschäden in den Lieferketten unserer Alltagsprodukte, zeigt Veränderungsmöglichkeiten durch ein Lieferkettengesetz auf und weist auf die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz hin.

 

Mit der Ausstellung in Plakatform kann niedrigschwellig im Gemeindehaus zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte“ informiert werden oder die Plakate können in die Bildungsarbeit in Schule und Gemeinde eingebunden werden.

 

Die Roll Ups können bei Interesse bis Anfang September beim Bezirksverband Olpe/Siegen unter
info@kab-olpe-siegen.de oder 02761/94460 ausgeliehen werden.

 

KAB Bezirksverband Olpe/Siegen fährt zum Marsch für das Leben 2020

- Anmeldung aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl erforderlich -

Olpe/Siegen.

Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen unterstützt auch in diesem Jahr den Bundesverband Lebensrecht beim Kampf gegen Abtreibung und für das Recht auf Leben. Der „Marsch für das Leben“ findet - so der jetzige Stand – am 19. September 2020 in Berlin statt.

 

Aufgrund der Coronakrise sind aktuell in Berlin im September Großveranstaltungen bis zu 5.000 Teilnehmern erlaubt. Der Bundesverband Lebensrecht bittet daher dieses Mal um eine Anmeldung, damit er entsprechend planen und alle Teilnehmer rechtzeitig über Aktuelles informieren kann.

Foto: Marsch für das Leben 2019 vor dem Reichstagsgebäude in Berlin

Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen möchte auch in diesem Jahr unter Beachtung der gebotenen Hygienemaßnahmen und der bis dahin geltenden Regeln versuchen, Fahrmöglichkeiten zu organisieren. Interessierte melden sich bitte mit Adresse und Email-Adresse unter info@kab-olpe-siegen.de oder 02761/94460 an, damit wir sie in Berlin anmelden können und über die Verfahrensweise und eventuelle Änderungen informieren können.

 

Ihre Daten werden vertraulich behandelt und nicht weitergegeben. Wir verwenden sie ausschließlich für unsere interne Anmeldung zum Marsch und, um Ihnen aktuelle Informationen zuzusenden.

Informationen über den Marsch für das Leben findet man auch unter https://www.bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/.

Originalnachbildung des Weltjugendtagskreuzes

Von Malermeister Winfried Schmies aus Benolpe restauriert

Benolpe.

In der Pfarrgemeinde St. Elisabeth Benolpe ist es eine langjährige Tradition, in der Zeit vor Ostern bis zum Pfingstfest, die von Mitarbeitern des KAB Ketteler-Cardijn-Werkes gefertigte Originalnachbildung des Weltjugendtagskreuzes an der Mariengrotte, dem Wahrzeichen von Benolpe, zu positionieren. An dieser Stelle ist es von überall aus dem Ort zu sehen.

Das Schriftwort des Weltjugendtages 2008 in Sydney, „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein“ Apg 1,8, an welchem auch eine Jugendgruppe von ca. 30 Jugendlichen aus dem Dekanat Südsauerland, u. a.  zwei Schülerinnen aus Benolpe und Kirchhundem teilgenommen haben, ist alljährlich die zentrale Pfingstbotschaft.

 

Darüber hinaus wurden zwei Renovabis-Pfingstfahnen vor der Kirche gehisst. Diese gestalteten eindrucksvoll Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums der Stadt Lennestadt unter der Leitung ihres Lehrers Karl-Ludwig Hurcks, in den Fächern Religion und Kunst. Auch hier spiegelt sich das Geschehen der Weltjugendtage wieder, auf denen sich in ihrer Begeisterungsfähigkeit junge Menschen in großer Anzahl über alle Grenzen hinaus austauschen.

Diese Freude der jungen Leute aus aller Welt soll alljährlich zum Pfingstfest im pastoralen Raum Kirchhundem spürbar werden und sich auf alle Gemeindemitglieder übertragen. Die Gemeinde dankt in besonderer Weise dem Malermeister Winfried Schmies, der bereits mit seiner handwerklichen Kunst die Pfarrkirche St. Elisabeth in Benolpe fachkundig zweimal restauriert hat.

KAB würdigt Arbeit der Dernbacher Schwestern auf dem Kohlhagen

Kohlhagen.

Der KAB Bezirksverband erinnert an den 200. Geburtstag am Dienstag, 26. Mai 2020 der am 14.10.2018 gemeinsam mit Oscar Romero heiliggesprochenen Katharina Kasper aus dem kleinen Dorf im Westerwald Dernbach in der Diözese Limburg.

Sie legte zusammen mit vier anderen Frauen vor Bischof Peter Josef Blum aus Limburg im Pfarrhaus zu Wirges das Ordensgelübde der Armut ab. Damit gründete sie die Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Über ein Vierteljahrhundert prägten jeweils drei Ordensschwestern durch ihr geistliches Wirken den Wallfahrtsort Mariä Heimsuchung auf dem Kohlhagen.

Die KAB pflegte vor allem auch zu Lebzeiten des KAB-Präses für den Pastoralen Raum Kirchhundem Heribert Ferber eine besonders intensive Zusammenarbeit mit den Schwestern Thomasa, SR Edwina und SR Marie Christin. Diese bezog sich vor allem auf die „Tour de Franz“ (von Assisi – Tour de Toleranz) und die Lux Eucharistica  Andachten sowie die allgemeine praktische Mitwirkung bei den Wallfahrten im Pastoralen Raum Kirchhundem. „Beflügelt von der Liebe zu Gott“, dem Leitgedanken der Katharina Kaspar, haben die Dekanate Südsauerland und Siegerland sowie die Pastoralen Räume Kirchhundem und Lennestadt einen besonderen Bezug zu dem Wallfahrtsort Kohlhagen.

 

Interessierte können beim KAB Bezirksverband Olpe/Siegen unter info@kab-olpe-siegen.de oder 02761/94460 eine DVD von 30 Min. Dauer ausleihen, welche einen Gesamtüberblick über ihr Lebenswerk vermittelt.

Absage der Wallfahrt am 24.05.2020

Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen teilt mit, dass die alljährlich stattfindende Wallfahrt zur Eremitage am 24.05.2020 aufgrund der Coronakrise nicht stattfindet. Sie soll in bekannter Form im Mai 2021 wieder stattfinden.

Das Motto mit Leben füllen

 

„Woche für das Leben“ muss nicht ausfallen

Olpe/Siegen.

Auch wenn die diesjährige „Woche für das Leben“ (veranstaltet von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz) in diesem Jahr aufgrund von Corona ausfällt und ins kommende Jahr verschoben ist, so ist der KAB Olpe-Siegen das Thema „Leben im Sterben“ so wichtig, dass sie daran erinnert. Denn das Leitwort, das Motto hat gerade jetzt in der Zeit der Krise eine besondere Bedeutung.

Pilgern für das Leben 2018

Denkmal für das Leben auf Kohlhagen

„Die menschenwürdige Antwort auf die Bedürfnisse von Schwerstkranken und Sterbenden ist aus unserer Sicht eine bedarfsgerechte Palliativ- und Hospizversorgung. Manchmal kehrt bei Menschen, die sich schon nach dem Tod sehnten, sogar der Lebenswille zurück, sobald sie liebevoll umsorgt und ihre Schmerzen wirksam gelindert werden. Wir sind deshalb aufgefordert, noch konsequenter als bisher palliative Dienste und – ganz allgemein – eine Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft zu fördern.“ So heißt es in dem Grußwort von Reinhard Kardinal Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der EKD.

 

Weiter schreiben sie: „Wir sind dankbar für die vielfältigen inner- und außerkirchlichen Initiativen, die in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Palliativ- und Hospizversorgung gewachsen sind. Ausdrücklich danken wir den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die haupt- oder ehrenamtlich in der Sterbebegleitung tätig sind. Sie leisten einen unersetzlichen Dienst am Nächsten.

Wir sind überzeugt, dass die Solidarität mit sterbenden Mitmenschen nicht auf institutionalisierte Formen beschränkt sein kann. Wir möchten deshalb mit der „Woche für das Leben 2020“ alle dazu ermutigen, sich mit dem oft verdrängten Thema von Tod und Sterben auseinanderzusetzen und sensibel dafür zu werden, wer im eigenen konkreten Umfeld der mitmenschlichen Hilfe bedarf.“

 

Aktivitäten im Rahmen der ökumenischen „Woche für das Leben“ sind zurzeit aus bekannten Gründen nur eingeschränkt möglich. So musste jetzt auch das seit Jahren vom KAB Bezirksverband Olpe/Siegen initiierte „Pilgern für das Leben“ zum Wallfahrtsort Kohlhagen mit seinem neu eingeweihten „Denkmal für das Leben“ ausfallen.

 

In diesem Zusammenhang weist die KAB auf die aktuelle, neue, besorgniserregende Rechtsprechung in unserem Land hin. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (vom 26. Februar 2020) zum attestierten Suizid spaltet die Gesellschaft und widerspricht der Menschenwürde. Die KAB und der Bundesverband Lebensrecht betonen, dass das Christentum der erlaubten und unterstützten Selbsttötung die christliche Nächstenliebe entgegensetzen kann und muss. Die beiden Verbände regen die Umsetzung des Leitwortes der Woche für das Leben im Alltag an. So wird gerade die Bedeutung menschlicher Beziehungen aktuell besonders sichtbar. Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder und der KAB Bezirksverband fordern die Gesellschaft zum Handeln auf: Kontaktieren Sie alte, einsame und kranke Menschen auf alle aktuell möglichen Arten: Bieten Sie Gespräche und Hilfe an, hören Sie zu, kümmern sie sich. Im KAB Bezirksbüro in Olpe können auch Texte und Vorschläge zum persönlichen Gebet zu diesem Thema angefordert werden unter info@kab-olpe-siegen.de oder 02761/94460.

Trauer um Norbert Blüm

 

Vor zwei Jahren Schirmherr der Franz-Hitze-Theater-Revue

Olpe / Siegen.

Die KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) Olpe-Siegen trauert um den am 23. April 2020 in Bonn verstorbenen Norbert Blüm. Noch in lebendiger Erinnerung ist sein letzter Besuch bei der KAB in Olpe am 16. März 2018, dem 167. Geburtstag von Franz Hitze. Hier war Blüm Schirmherr der Theater-Revue, die in der Stadthalle in Olpe bei vollem Haus aufgeführt wurde und lebendig an Leben und Wirken von Franz Hitze erinnerte.

Einen großen Bahnhof gab es für den Ehrengast aus Bonn in der Olper Stadthalle. Von rechts: Hubert Kahmann (KAB / KCW),
Pfr. Clemens Steiling (Olpe), Monika Schlüter (Bezirksvorstand), Hildegard Schlüter (Bezirksvorsitzende), Pfr. Reinhard Lenz (KAB-Bezirkspräses), Dr. Norbert Blüm (Bundesminister a. D. / Schirmherr der Franz-Hitze-Theater-Revue), Peter Weber (Bürgermeister Olpe), Diakon Michael Peters (Franz-Hitze-Haus Münster), Christoph Becker (Caritas Olpe), Gregor Schnieder (KCW) und Marco Beckmann (KAB / KCW).

„Wie Hitze war Norbert Blüm ein Streiter für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde!“ so Erwin Vitt, der ehemalige Sprecher des sozialpolitischen und kirchlichen Arbeitskreises der KAB „Kreuztaler Kreis“ und ehem. Mitglied im Bundesvorstand der IGM in Frankfurt.

 

„Blüm stand zu seiner Kirche und lebte seinen Glauben. Ohne seine eigene Geschichte in Kirche und Arbeitswelt ist sein Wirken in der Politik nicht zu verstehen. So wurde er geprägt durch seine Zeit als Messdiener und St. Georgs-Pfadfinder, er war Werkzeugmacher und IGM-Mitglied, arbeitete mit in der CDA und der CDU und der KAB. Hier und in der eigenen Familie fand er die Werte, die er lebte und engagiert und kämpferisch in die Gesellschaft und Politik einbrachte“, so KAB-Bezirkspräses Reinhard Lenz, der ihn gerne und herzlich in Olpe willkommen hieß.

„Franz Hitze war zu seiner Zeit der erste Professor für katholische Soziallehre. Norbert Blüm war in dieser zutiefst beheimatet und wirkte von hier aus in die Welt hinein. Er hat sein politisches Mandat genutzt, um den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, besonders den Schwächsten, eine Stimme zu geben. Seine Politik stand ganz im Zeichen der Menschenliebe und der katholischen Soziallehre“, so Hildegard Schlüter, die KAB-Bezirksvorsitzende.

Beim Empfang in Olpe überreicht Wilhelm ten Haaf, der Autor und Regisseur der Theater-Revue über Leben und Wirken von Franz Hitze unter dem Titel „Beginnen wir einmal praktisch“, dem Schirmherrn und Ehrengast Dr. Norbert Blüm das Dreh- und Textbuch und ein weiteres Werk aus seiner Feder: „Am Sonntag hab ich Zeit für dich!“ In der Mitte Pfr. Reinhard Lenz, damals Freudenberg, KAB-Bezirkspräses, der von der Menschlichkeit, der Menschenfreundlichkeit sowie dem Engagement und der Kompetenz des Gastes begeistert und ein aufmerksamer Zuhörer war.

Ulrich Remmel, Mitglied im Bezirksvorstand und in der KAB St. Michael in Siegen, erinnert an die klare Botschaft von Norbert Blüm: „Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen! - Das war seine unverrückbare Überzeugung, die er immer wieder aufs Neue in konkrete Politik gegossen hat. Dieses Leitmotiv prägt christlich-soziales Handeln. Blüm war ein Bollwerk, wenn es darum ging, den Kern des Sozialstaates und die Tarifautonomie zu verteidigen. Blüm machte die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung zukunftssicher. Mitte der Neunziger schuf Blüm die Gesetzliche Pflegeversicherung – um die Leute zu verpflichten, Vorsorge für die Zeit zu treffen, in der sie sich nicht mehr um sich selbst kümmern können.“

 

Die KAB erinnert auch an andere Verdienste des jüngst Verstorbenen: Mit dem Entsendegesetz verhinderte er Dumping-Löhne. Menschenrechte und Menschenwürde waren stets seine Anliegen. Im Sommer 1987 besuchte Blüm den chilenischen Diktator Pinochet und setzte sich erfolgreich für die Freilassung von 14 politischen Gefangenen ein, die bereits zum Tode verurteilt waren. Jahre später reiste Blüm mit seiner Frau nach Chile. In der Markthalle von Santiago de Chile kam ein Mann auf ihn zu und fragte: "Sind Sie Norbert Blüm?" Blüm sagte Ja, worauf der Mann ihm um den Hals fiel und Weinkrämpfe bekam. Der Mann war einer von den 14, die Blüm einst vor Pinochet gerettet hatte.

 

„Der Mensch steht im Mittelpunkt“ – Menschenwürde und Menschlichkeit leiteten sein politisches Handeln. So bekämpfte Norbert Blüm ausbeuterische Kinderarbeit, engagierte sich für geflohene Menschen u. v. a.

„Unser KAB-Gebet beginnt mit den Worten ‚Herr Jesus Christus, wir opfern dir unseren Tag, unsere Arbeit, unsere Kämpfe, unsere Freuden und Leiden.‘ Das hat Norbert Blüm beherzigt, verinnerlicht und gelebt!“ Davon ist Hubert Kahmann, der Geschäftsführer des KCW (Ketteler-Cardijn-Werk), des Sozialwerks der KAB Olpe-Siegen, und Mitglied im Bezirksvorstand, zutiefst überzeugt.

Die KAB im Bezirk Olpe-Siegen wird Norbert Blüm ein ehrendes Andenken bewahren:

R. I. P.

Bezirksverband der KAB nimmt Stellung zu den

Internationalen Wochen gegen Rassismus in Zeiten der Coronakrise

Dort, wo kulturelle Vielfalt den Alltag prägt, da gelingt das Zusammenleben in unserer Einwanderungsgesellschaft weit besser als dort, wo es keine Gelegenheit zur täglichen Begegnung gibt, betonte der Vorstand des KAB Bezirksverbandes Olpe/Siegen.

Foto: Herr Johnen und Herr Holterhoff bei einer Kleidersammlung in Welschen Ennest kurz vor Erlass der Kontaktsperre unter Einhaltung der Abstandsregelung.

Besonders deutlich wird dies in der Arbeitswelt – in der Werkstatt, in der Fabrik und im Büro, erleben wir tagtäglich, wie Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft gut und kollegial zusammen arbeiten. Menschen, die gemeinsam etwas anpacken und sich kennenlernen, sind sich nicht mehr fremd. Und diese Erfahrung können wir weit über den Arbeitsplatz hinaus nutzen. So lautete die Mitteilung der KAB im Februar diesen Jahres im Sinne des DGB Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann.

 

Doch was, wenn dieses in den Zeiten der gegenwärtigen Krise nicht mehr möglich ist? Gottesdienste das Thema nicht mehr aufgreifen können, Aktionen nicht mehr aufmerksam machen können? Begegnungen nicht mehr stattfinden können? Wie geraten diese Themen nicht in den Hintergrund?

 

Gerade jetzt wird deutlich, wie sehr der Mensch und nicht die Herkunft im Mittelpunkt steht. Dieser Virus fordert uns alle, unterscheidet nicht zwischen Hautfarbe, Status, zwischen Arm und Reich. Rücken die Länder in der Welt nun enger zusammen oder werden neue Differenzen erschaffen? Sicher ist, nachher wird nichts mehr sein, wie es war. Vor uns liegen spannende Entwicklungen und zusätzliche Aufgaben, welche es anzugehen gilt, so das bisherige Fazit der Bezirksvorstandsmitglieder.

Sonntag – ein Geschenk des Himmels

 

Kirchhundem. „Frei sein für Gott und Mensch, das ist unser Sonntag“.  Mit diesem Lied eröffnete die Band ohne Namen aus Lennestadt-Meggen am 15. März den vorerst letztmalig öffentlichen Gottesdienst in der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Kirchhundem.

Pfarrer Heinrich Schmidt erläuterte vor Beginn der Heiligen Messe die allgemeinen Verlautbarungen und Veränderungen, die im kirchlichen Leben angesichts der aktuellen Coronakrise zu beachten sind.

 

Er stellte in besonderer Weise heraus, dass jeder Sonntag mit der Feier der Eucharistie einen österlichen Charakter hat, der an die Auferstehung Jesu Christi erinnert und vergegenwärtigt. Er ging besonders auf den Text des Liedes „Sei behütet“ von Clemens Bittlinger ein. Dort heißt es: „Sei behütet auf Deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen, hält der Schöpfer über Dir die Wacht.“

Die urchristliche Form der Hauskirche bekomme nun wieder besondere Bedeutung. Die Familien sind eingeladen, zu Hause gemeinschaftlich zu beten. In den Kirchen liegt ein Gebet zur Coronakrise aus.

 

Auch die KAB bietet mit ihrem Schwerpunkt kirchlich soziales Engagement und Kontemplation das Stundengebet im Alltag „Te Deum“ der Benedektinerabtei Maria Laach und dem Verlag katholisches Bibelwerk monatlich bis auf weiteres an. Darin enthalten sind die Tagesevangelien, Psalmen, Dank- und Bittgebete und weitere geistliche Impulse zu Glaube, Wissen und Gesellschaft. Das „Te Deum“ entfaltet im Gebet das Ostergeheimnis und orientiert sich am Verbindenden der christlichen Konfessionen.

Es kann kostenfrei bei dem KAB Bezirksbüro Olpe/Siegen unter 02761/94460 oder info@kab-olpe-siegen.de  angefordert werden.

 

Im Anschluss des Gemeindegottesdienstes erhielten die Familien der Bandmitglieder der Band ohne Namen als Zeichen des Dankes das von dem KAB Bezirksverband Olpe/Siegen herausgegebene Buch des Autors Wilhelm ten Haaf aus Welschen Ennest „Am Sonntag hab‘ ich Zeit für Dich“. Es enthält 52 Kurzgeschichten zum Wert des Sonntags und lädt Kinder und ihre Eltern mit diesen unterhaltsamen Geschichten zu jedem Sonntag des Jahres zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen ein. Alles was Kinder bewegt und was sie im Laufe eines Jahres selbst erleben können, kommt in den Geschichten zur Sprache: die Zuneigung von Eltern und Großeltern, Geburtstags-, und Erstkommunionfeiern uvm.  Dieses Buch kann bestellt werden ebenfalls beim Bezirksverband Olpe/Siegen. Der Buchpreis enthält eine Spende für die Ordensgemeinschaft Salesianer Don Bosco, welche sich um traumatisierte unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten kümmert. In Kürze wird dieses Buch auch im Handel käuflich zu erwerben sein.

KAB Olpe/Siegen unterstützt Adveniat

Olpe/Siegen

Die Zusammenarbeit zwischen der KAB in den Kreisen Olpe und Siegen und dem bischöflichen Hilfswerk Adveniat ist begründet in einer langen Tradition auf der Basis eines Kooperationsvertrages auf Bundesebene.

 

Danach werden viele gemeinsame Bildungsveranstaltungen und Projekte in den Gemeinden durchgeführt. Die Aktion 2019 wurde mit einem Roll-Up im Vorraum der St. Peter und Paul Pfarrkirche in Kirchhundem und dem Projektladen „gut und fair“ in Lennestadt-Meggen unterstützt.

 

Das aktuelle Plakat weist auf die junge Mutter Natalie aus Venezuela hin, die mit ihrer kleinen Tochter in das Nachbarland Kolumbien floh. Die wirtschaftliche und humanitäre Krise hatten sie zu diesem Schritt gedrängt. Viele Menschen in Lateinamerika träumen vom Frieden, doch Mensch und Natur werden nach wie vor rücksichtslos ausgebeutet. Gründe für den Unfrieden sind die Schere zwischen Arm und Reich, die Diskriminierung und die systematische Benachteiligung von Minderheiten, wie indigenen Völkern, Afroamerikanern, Frauen und jungen Menschen. Zu viele Lateinamerikaner sind struktureller Gewalt ausgesetzt. Sie leiden unter Staatsversagen, Korruption, Gewalt, Hunger, Obdachlosigkeit, fehlendem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

 

Die KAB unterstützt zahlreiche Initiativen, die der Bevölkerung ein Leben in Frieden untereinander und mit der Umwelt ermöglichen. Für die KAB ist Voraussetzung, weltweite Solidarität und verantwortliches Handeln im Alltag auch hierzulande.

 

 

Jugendliche gestalten kirchlich-soziale Projekte am Wallfahrtsort Kohlhagen

Kohlhagen

Der 6. Januar, der Dreikönigstag, wird zum Anlass genommen, die Verlebendigung des Umfeldes der Wallfahrtskirche durch verschiedene kirchlich-soziale Projekte auf dem Kohlhagen zu vergegenwärtigen.

 

Erstmals gab es auf dem Kohlhagen unter dem Altardach des Pilgerplatzes in Personengröße die heilige Familie mit dem Jesuskind in der Krippe und Maria und Josef. Koordiniert wurde dieses Projekt von Wilfried Jaspers als Vertreter des Kirchenvorstandes in Abstimmung mit dem Leiter des pastoralen Raumes Kirchhundem, Pfarrer Heinrich Schmidt. Gisela Burghard, Elisabeth Hüttmann und Inge Kellermann aus Brachthausen unter Mitwirkung von Cordula Aßmann zusammen mit Elena Japes und Viktoria Hellenthal als Firmbewerberinnen statteten die Figuren originalgetreu mit Kleidung aus. Eingeflossen in die Finanzierung sind unter anderem auch Kirchensteuermittel.

 

In der Weihnachtszeit wurde die Krippe während einer Kinderkatechese durch Pallottinerpater Jürgen Heite eingesegnet.

Dieses Projekt steht in einem Zusammenhang mit dem Schriftwort und Leitgedanken des Weltjugendtages 2005 „Wir sind gekommen um Ihn anzubeten“ in Köln. Es erinnert an die heiligen drei Könige, dessen Schrein sich im Kölner Dom befindet.

 

Seinerzeit haben 35 jugendliche Gäste aus Mexiko mit ihren neuen Freunden aus dem pastoralen Raum Kirchhundem das Labyrinth auf dem Kohlhagen unter Leitung des damaligen Pfarrers Edgar Zoor und den Ordensschwestern der Armen Dienstmägde Jesu Christi, die ein Vierteljahrhundert segensreich am Wallfahrtsort gewirkt haben, erstellt.

Am Eingang steht die Originalnachbildung des Weltjugendtagskreuzes. Das Schriftwort „Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten“ wurde von Johannes und Jürgen Neuhaus aus Wirme in den Querbalken eingeschnitzt.

 

Nun wurde dieses Labyrinth nach dem Vorbild des Labyrinths von Chatres in Verantwortung von Vikar Duc Thien Nguyen zusammen mit den Firmbewerberinnen und Firmbewerbern mit Blick auf den Weltjugendtag 2022 unter dem Schriftwort „Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg.“ (vgl. Lk 1,39) in Lissabon neu erstellt. Die Firmung in diesem Jahr wird Herr Erzbischof Hans-Josef Becker vorgenommen.

Einsegnung der Außenkrippe auf Kohlhagen am 22.12.2019

Auf dem Weltjugendtag 2022 soll diese Verbundenheit zu den Mexikanern reaktiviert werden, deren eigener Wallfahrtsort Guadelupe eine hohe Bedeutung hat, er wird jährlich von Millionen Pilgerinnen und Pilgern besucht.

 

Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen plant unter Koordination von Elmar Greiten aus Welschen Ennest eine gemeinsame Teilnahme am kommenden Weltjugendtag. Weitere Planungen laufen für ein europäisches Begegnungstreffen in Cervera/Spanien im Sommer 2020. Gesucht werden noch Mitglieder für ein Leitungsteam, melden können sich Interessierte unter elmar.greiten@freenet.de.

KAB Ketteler-Cardijn-Werk vom Bonifatiuswerk ausgewählt

Olpe/Lennestadt

Ausgewählt als ein „Tat.Ort.Nikolaus“, einer jährlichen Weihnachtsaktion des Bonifatiuswerkes, wurde der Fairkaufladen des KAB Ketteler-Cardijn-Werkes in der Bruchstraße in Olpe.

 

Herr Josef Brüser und Frau Martina Mayer kümmern sich jeden Tag um geflohene Personen in unserer Region, unbürokratisch und über das eigentliche Aufgabengebiet hinaus, hören zu, helfen, wo Hilfe benötigt wird.

 

In gleicher Weise kümmern sich Dirk und Marlene Johnen mit Ihrem Team in ihrem Laden „gut und fair“ am neuen Standort in Lennestadt-Meggen und seit vergangenem Jahr schon im Weltnotwerk in Welschen Ennest um Menschen, welche sich momentan in einer schwierigen Lebensphase befinden und Hilfe benötigen. Symbolisch wurde im „gut und fair“ das „Licht von Bethlehem“ angezündet.

Auf der Internetseite www.friedenslicht.de heißt es dazu:  Die diesjährige Friedenslichtaktion möchten wir heute vorstellen, sie steht unter dem Motto: „Mut zum Frieden“.

 

Wie schön das wäre, endlich Friede! Alle Völker gemeinsam auf dem Weg. Ohne Machtinteressen und Gewinnstreben. Kein Volk besser als das andere. Keines, das sich auf Kosten anderer bereichert. Keines, das sich als Richter erhebt. Keine Rache, Keine Strafe. Keine Vergeltung. Man übt nicht mehr für den Krieg. Man lebt von dem, was die Erde hergibt. Ausreichend für alle. Wie schön das wäre! Alle Menschen gemeinsam auf dem Weg. Miteinander statt gegeneinander. Kein Mensch ist besser als der andere. Kommt, lasst uns beginnen, jetzt, Du und Ich …(Judith Gaab)

 

KAB unterstützt Weihnachtsaktion der Abtei Dormitio in Jerusalem

„Ich trage deinen Namen in der Heiligen Nacht nach Bethlehem“

Jerusalem/Kirchhundem

Bei seiner letzten Bezirksvorstandsitzung vereinbarte der Bezirksverband der KAB Olpe/Siegen, die Aktion der Benediktinermönche auch in diesem Jahr wieder zu unterstützen.

 

Jemanden beim Namen zu rufen, heißt, so die KAB, ihn oder sie als Person in ihrer Individualität, in ihren Schwächen und Stärken ernst zu nehmen – idealerweise anzunehmen. Der auf eine Schriftrolle geschriebene Name eines Menschen wird von den Benediktinermönchen der Abtei Dormitio in der Heiligen Nacht zur Geburtsstätte Jesu getragen. Somit wird auch die Person selbst dorthin getragen.

Dieses tun sie mit bittendem und dankendem Gebet in der Freude über das Kind in der Krippe und in der Hoffnung auf Heil und auf Frieden.

 

Mit dem Online-Formular auf der Webseite www.dormitio.net kann jeder seinen Namen bis zum 19.12.2019 einreichen oder, sofern kein Internet vorhanden, Kontakt mit dem KAB Büro unter 02761/94460 aufnehmen.

 

missio-Ausstellung „Glaubenszeugen“

Lennestadt

Ende November konnte in der St. Jakobus d. Ä. Kirche in Elspe die missio-Ausstellung „Glaubenszeugen“ besichtigt werden.

Das Bild zeigt Gemeindemitglieder bei der Messe zu Ehren der hl. Elisabeth. Weitere Ausstellungen waren in Meggen, Saalhausen, Oberelspe und Saalhausen zu besichtigen. Organisiert und ausgeliehen wird diese Ausstellung von dem KAB Bezirksverband Olpe/Siegen. Nähere Informationen über die Arbeit von missio erhalten Sie unter www.missio-hilft.de.

Eröffnung „gut und fair“ in Lennestadt-Meggen am Tag des hl. Nikolaus

Lennestadt/Meggen

"Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Laden mit ganz viel Liebe führen und Sie ganz viel Liebe erfahren werden bei Ihrer Arbeit“, so Cornelia Behrens, Leiterin der Caritaskonferenz in Meggen bei der Eröffnung des neuen Projektladens „gut und fair“ des KAB Ketteler-Cardijn-Sozialwerkes am Standort Meggen, nachdem sie die Geschichte „Es war keine Liebe drin“ von Wilhelm Busch vortrug.

 

Der Name „gut und fair“ entstand während eines Gespräches zwischen Frau Behrens und Herrn Johnen. Zuvor gab es einen musikalischen Beitrag von Kerstin Stahl und Gerd Hennecke, die auch die Eröffnung in der Folge musikalisch begleiteten.

Dem vorausgegangen war die Begrüßung der KAB-Bezirksvorsitzenden Hildegard Schlüter. Sie bedankte sich bei dem Ehepaar Dirk und Marlene Johnen und ihrem Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Ein halbes Jahr „fairwerteten“ sie u. a. auch Einrichtungsgegenstände, so wurde beispielsweise ein alter Verkaufstresen wieder aufgearbeitet und steht nun wieder im neuen Laden. „Weg von einer Wegwerfgesellschaft, hin zu einer umweltfreundlichen Wiederverwertung, unser Freitag der Zukunft“, so Schlüter. Sie freue sich, erneut am Standort Meggen ein Projekt zu verwirklichen, nachdem die KAB sich schon damals bei ihrem Projekt im alten Bahnhof sehr wohl und angenommen gefühlt habe.

 

Begrüßt wurden auch zahlreiche Gäste und Spender, die der Einladung gefolgt waren. Auch Ihnen wurde ein großer Dank ausgesprochen. Anwesend waren zudem Vertreter der Stadtverwaltung Lennestadt, so der stellv. Bürgermeister Peter Beckmann und der Leiter des Fachbereichs Schulen und Soziales, Herr Meier und der Beigeordnete Karsten Schürheck, der in seinen Worten ebenfalls seinen Dank für dieses gelungene Projekt aussprach und die Mitarbeiter gern in Meggen begrüßte. Außerdem einige Fraktionsmitglieder des Stadtrates, Mitglieder des Moscheevereins und des Jobcenters am Standort Lennestadt sowie die AWO, zu der eine gute Nachbarschaft gepflegt wird, so unterstützen sie die Eröffnung mit der Bereitstellung des Kaffeegeschirrs und des Kaffeeautomaten.

 

Im Anschluss stellte Dirk Johnen sein Team vor und eine Videopräsentation schilderte eindrucksvoll, wie viel Herzblut und Arbeit in die Renovierung gesteckt wurde.

Pfarrer Wollweber zog vor der Einsegnung Parallelen zum heiligen Nikolaus, auf dessen Gedenktag nun – wenn auch zufällig – die Eröffnung fiel. Er freute sich außerdem, dass es nun in Meggen gleich drei Anlaufstellen für Personen gebe, die sich in schwierigen Lebenssituationen wechselseitig unterstützen und Meggen nun wieder ein neues Gesicht habe.

 

Auf der Seite des Bonifatiuswerkes, zu welchem die KAB einen guten Kontakt pflegt, heißt es:

„Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Respekt: Der heilige Nikolaus steht als Symbol für die Vermittlung christlicher Werte und ist somit auch heute noch ein echt gutes Vorbild für ein christlich inspiriertes Handeln.“

Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, in adventlicher Stimmung Fragen zu stellen, sich umzusehen und das ein oder andere zu „fairwerten“.

 

Abgegeben werden können: Geschirr, Elektrogeräte, Bücher, Briefmarken, Kinderspielzeug und -bedarf, einfach alle Dinge des täglichen Bedarfs, die zu schade zum Wegwerfen sind.

 

Kontakt:

 

Pfarrer Heinrich Schmidt

Leiter des Pastoralen Raumes

Hundemstr. 53

57399 Kirchhundem

 

Tel.: 0 27 23 - 68 73 65 - 0

Fax: 0 27 23 - 68 73 65 - 9

 

e-Mail: pfarrbuero.kirchhundem(at)prkh.de

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