KAB Olpe / Siegen - Aktuelles und Nachberichte

KAB würdigt Arbeit der Dernbacher Schwestern auf dem Kohlhagen

Kohlhagen.

Der KAB Bezirksverband erinnert an den 200. Geburtstag am Dienstag, 26. Mai 2020 der am 14.10.2018 gemeinsam mit Oscar Romero heiliggesprochenen Katharina Kasper aus dem kleinen Dorf im Westerwald Dernbach in der Diözese Limburg.

Sie legte zusammen mit vier anderen Frauen vor Bischof Peter Josef Blum aus Limburg im Pfarrhaus zu Wirges das Ordensgelübde der Armut ab. Damit gründete sie die Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Über ein Vierteljahrhundert prägten jeweils drei Ordensschwestern durch ihr geistliches Wirken den Wallfahrtsort Mariä Heimsuchung auf dem Kohlhagen.

Die KAB pflegte vor allem auch zu Lebzeiten des KAB-Präses für den Pastoralen Raum Kirchhundem Heribert Ferber eine besonders intensive Zusammenarbeit mit den Schwestern Thomasa, SR Edwina und SR Marie Christin. Diese bezog sich vor allem auf die „Tour de Franz“ (von Assisi – Tour de Toleranz) und die Lux Eucharistica  Andachten sowie die allgemeine praktische Mitwirkung bei den Wallfahrten im Pastoralen Raum Kirchhundem. „Beflügelt von der Liebe zu Gott“, dem Leitgedanken der Katharina Kaspar, haben die Dekanate Südsauerland und Siegerland sowie die Pastoralen Räume Kirchhundem und Lennestadt einen besonderen Bezug zu dem Wallfahrtsort Kohlhagen.

 

Interessierte können beim KAB Bezirksverband Olpe/Siegen unter info@kab-olpe-siegen.de oder 02761/94460 eine DVD von 30 Min. Dauer ausleihen, welche einen Gesamtüberblick über ihr Lebenswerk vermittelt.

Absage der Wallfahrt am 24.05.2020

Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen teilt mit, dass die alljährlich stattfindende Wallfahrt zur Eremitage am 24.05.2020 aufgrund der Coronakrise nicht stattfindet. Sie soll in bekannter Form im Mai 2021 wieder stattfinden.

Das Motto mit Leben füllen

 

„Woche für das Leben“ muss nicht ausfallen

Olpe/Siegen.

Auch wenn die diesjährige „Woche für das Leben“ (veranstaltet von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz) in diesem Jahr aufgrund von Corona ausfällt und ins kommende Jahr verschoben ist, so ist der KAB Olpe-Siegen das Thema „Leben im Sterben“ so wichtig, dass sie daran erinnert. Denn das Leitwort, das Motto hat gerade jetzt in der Zeit der Krise eine besondere Bedeutung.

Pilgern für das Leben 2018

Denkmal für das Leben auf Kohlhagen

„Die menschenwürdige Antwort auf die Bedürfnisse von Schwerstkranken und Sterbenden ist aus unserer Sicht eine bedarfsgerechte Palliativ- und Hospizversorgung. Manchmal kehrt bei Menschen, die sich schon nach dem Tod sehnten, sogar der Lebenswille zurück, sobald sie liebevoll umsorgt und ihre Schmerzen wirksam gelindert werden. Wir sind deshalb aufgefordert, noch konsequenter als bisher palliative Dienste und – ganz allgemein – eine Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft zu fördern.“ So heißt es in dem Grußwort von Reinhard Kardinal Marx und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der EKD.

 

Weiter schreiben sie: „Wir sind dankbar für die vielfältigen inner- und außerkirchlichen Initiativen, die in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich der Palliativ- und Hospizversorgung gewachsen sind. Ausdrücklich danken wir den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die haupt- oder ehrenamtlich in der Sterbebegleitung tätig sind. Sie leisten einen unersetzlichen Dienst am Nächsten.

Wir sind überzeugt, dass die Solidarität mit sterbenden Mitmenschen nicht auf institutionalisierte Formen beschränkt sein kann. Wir möchten deshalb mit der „Woche für das Leben 2020“ alle dazu ermutigen, sich mit dem oft verdrängten Thema von Tod und Sterben auseinanderzusetzen und sensibel dafür zu werden, wer im eigenen konkreten Umfeld der mitmenschlichen Hilfe bedarf.“

 

Aktivitäten im Rahmen der ökumenischen „Woche für das Leben“ sind zurzeit aus bekannten Gründen nur eingeschränkt möglich. So musste jetzt auch das seit Jahren vom KAB Bezirksverband Olpe/Siegen initiierte „Pilgern für das Leben“ zum Wallfahrtsort Kohlhagen mit seinem neu eingeweihten „Denkmal für das Leben“ ausfallen.

 

In diesem Zusammenhang weist die KAB auf die aktuelle, neue, besorgniserregende Rechtsprechung in unserem Land hin. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (vom 26. Februar 2020) zum attestierten Suizid spaltet die Gesellschaft und widerspricht der Menschenwürde. Die KAB und der Bundesverband Lebensrecht betonen, dass das Christentum der erlaubten und unterstützten Selbsttötung die christliche Nächstenliebe entgegensetzen kann und muss. Die beiden Verbände regen die Umsetzung des Leitwortes der Woche für das Leben im Alltag an. So wird gerade die Bedeutung menschlicher Beziehungen aktuell besonders sichtbar. Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, Alexandra Linder und der KAB Bezirksverband fordern die Gesellschaft zum Handeln auf: Kontaktieren Sie alte, einsame und kranke Menschen auf alle aktuell möglichen Arten: Bieten Sie Gespräche und Hilfe an, hören Sie zu, kümmern sie sich. Im KAB Bezirksbüro in Olpe können auch Texte und Vorschläge zum persönlichen Gebet zu diesem Thema angefordert werden unter info@kab-olpe-siegen.de oder 02761/94460.

Trauer um Norbert Blüm

 

Vor zwei Jahren Schirmherr der Franz-Hitze-Theater-Revue

Olpe / Siegen.

Die KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) Olpe-Siegen trauert um den am 23. April 2020 in Bonn verstorbenen Norbert Blüm. Noch in lebendiger Erinnerung ist sein letzter Besuch bei der KAB in Olpe am 16. März 2018, dem 167. Geburtstag von Franz Hitze. Hier war Blüm Schirmherr der Theater-Revue, die in der Stadthalle in Olpe bei vollem Haus aufgeführt wurde und lebendig an Leben und Wirken von Franz Hitze erinnerte.

Einen großen Bahnhof gab es für den Ehrengast aus Bonn in der Olper Stadthalle. Von rechts: Hubert Kahmann (KAB / KCW),
Pfr. Clemens Steiling (Olpe), Monika Schlüter (Bezirksvorstand), Hildegard Schlüter (Bezirksvorsitzende), Pfr. Reinhard Lenz (KAB-Bezirkspräses), Dr. Norbert Blüm (Bundesminister a. D. / Schirmherr der Franz-Hitze-Theater-Revue), Peter Weber (Bürgermeister Olpe), Diakon Michael Peters (Franz-Hitze-Haus Münster), Christoph Becker (Caritas Olpe), Gregor Schnieder (KCW) und Marco Beckmann (KAB / KCW).

„Wie Hitze war Norbert Blüm ein Streiter für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde!“ so Erwin Vitt, der ehemalige Sprecher des sozialpolitischen und kirchlichen Arbeitskreises der KAB „Kreuztaler Kreis“ und ehem. Mitglied im Bundesvorstand der IGM in Frankfurt.

 

„Blüm stand zu seiner Kirche und lebte seinen Glauben. Ohne seine eigene Geschichte in Kirche und Arbeitswelt ist sein Wirken in der Politik nicht zu verstehen. So wurde er geprägt durch seine Zeit als Messdiener und St. Georgs-Pfadfinder, er war Werkzeugmacher und IGM-Mitglied, arbeitete mit in der CDA und der CDU und der KAB. Hier und in der eigenen Familie fand er die Werte, die er lebte und engagiert und kämpferisch in die Gesellschaft und Politik einbrachte“, so KAB-Bezirkspräses Reinhard Lenz, der ihn gerne und herzlich in Olpe willkommen hieß.

„Franz Hitze war zu seiner Zeit der erste Professor für katholische Soziallehre. Norbert Blüm war in dieser zutiefst beheimatet und wirkte von hier aus in die Welt hinein. Er hat sein politisches Mandat genutzt, um den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, besonders den Schwächsten, eine Stimme zu geben. Seine Politik stand ganz im Zeichen der Menschenliebe und der katholischen Soziallehre“, so Hildegard Schlüter, die KAB-Bezirksvorsitzende.

Beim Empfang in Olpe überreicht Wilhelm ten Haaf, der Autor und Regisseur der Theater-Revue über Leben und Wirken von Franz Hitze unter dem Titel „Beginnen wir einmal praktisch“, dem Schirmherrn und Ehrengast Dr. Norbert Blüm das Dreh- und Textbuch und ein weiteres Werk aus seiner Feder: „Am Sonntag hab ich Zeit für dich!“ In der Mitte Pfr. Reinhard Lenz, damals Freudenberg, KAB-Bezirkspräses, der von der Menschlichkeit, der Menschenfreundlichkeit sowie dem Engagement und der Kompetenz des Gastes begeistert und ein aufmerksamer Zuhörer war.

Ulrich Remmel, Mitglied im Bezirksvorstand und in der KAB St. Michael in Siegen, erinnert an die klare Botschaft von Norbert Blüm: „Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen! - Das war seine unverrückbare Überzeugung, die er immer wieder aufs Neue in konkrete Politik gegossen hat. Dieses Leitmotiv prägt christlich-soziales Handeln. Blüm war ein Bollwerk, wenn es darum ging, den Kern des Sozialstaates und die Tarifautonomie zu verteidigen. Blüm machte die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung zukunftssicher. Mitte der Neunziger schuf Blüm die Gesetzliche Pflegeversicherung – um die Leute zu verpflichten, Vorsorge für die Zeit zu treffen, in der sie sich nicht mehr um sich selbst kümmern können.“

 

Die KAB erinnert auch an andere Verdienste des jüngst Verstorbenen: Mit dem Entsendegesetz verhinderte er Dumping-Löhne. Menschenrechte und Menschenwürde waren stets seine Anliegen. Im Sommer 1987 besuchte Blüm den chilenischen Diktator Pinochet und setzte sich erfolgreich für die Freilassung von 14 politischen Gefangenen ein, die bereits zum Tode verurteilt waren. Jahre später reiste Blüm mit seiner Frau nach Chile. In der Markthalle von Santiago de Chile kam ein Mann auf ihn zu und fragte: "Sind Sie Norbert Blüm?" Blüm sagte Ja, worauf der Mann ihm um den Hals fiel und Weinkrämpfe bekam. Der Mann war einer von den 14, die Blüm einst vor Pinochet gerettet hatte.

 

„Der Mensch steht im Mittelpunkt“ – Menschenwürde und Menschlichkeit leiteten sein politisches Handeln. So bekämpfte Norbert Blüm ausbeuterische Kinderarbeit, engagierte sich für geflohene Menschen u. v. a.

„Unser KAB-Gebet beginnt mit den Worten ‚Herr Jesus Christus, wir opfern dir unseren Tag, unsere Arbeit, unsere Kämpfe, unsere Freuden und Leiden.‘ Das hat Norbert Blüm beherzigt, verinnerlicht und gelebt!“ Davon ist Hubert Kahmann, der Geschäftsführer des KCW (Ketteler-Cardijn-Werk), des Sozialwerks der KAB Olpe-Siegen, und Mitglied im Bezirksvorstand, zutiefst überzeugt.

Die KAB im Bezirk Olpe-Siegen wird Norbert Blüm ein ehrendes Andenken bewahren:

R. I. P.

Bezirksverband der KAB nimmt Stellung zu den

Internationalen Wochen gegen Rassismus in Zeiten der Coronakrise

Dort, wo kulturelle Vielfalt den Alltag prägt, da gelingt das Zusammenleben in unserer Einwanderungsgesellschaft weit besser als dort, wo es keine Gelegenheit zur täglichen Begegnung gibt, betonte der Vorstand des KAB Bezirksverbandes Olpe/Siegen.

Foto: Herr Johnen und Herr Holterhoff bei einer Kleidersammlung in Welschen Ennest kurz vor Erlass der Kontaktsperre unter Einhaltung der Abstandsregelung.

Besonders deutlich wird dies in der Arbeitswelt – in der Werkstatt, in der Fabrik und im Büro, erleben wir tagtäglich, wie Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft gut und kollegial zusammen arbeiten. Menschen, die gemeinsam etwas anpacken und sich kennenlernen, sind sich nicht mehr fremd. Und diese Erfahrung können wir weit über den Arbeitsplatz hinaus nutzen. So lautete die Mitteilung der KAB im Februar diesen Jahres im Sinne des DGB Bundesvorsitzenden Reiner Hoffmann.

 

Doch was, wenn dieses in den Zeiten der gegenwärtigen Krise nicht mehr möglich ist? Gottesdienste das Thema nicht mehr aufgreifen können, Aktionen nicht mehr aufmerksam machen können? Begegnungen nicht mehr stattfinden können? Wie geraten diese Themen nicht in den Hintergrund?

 

Gerade jetzt wird deutlich, wie sehr der Mensch und nicht die Herkunft im Mittelpunkt steht. Dieser Virus fordert uns alle, unterscheidet nicht zwischen Hautfarbe, Status, zwischen Arm und Reich. Rücken die Länder in der Welt nun enger zusammen oder werden neue Differenzen erschaffen? Sicher ist, nachher wird nichts mehr sein, wie es war. Vor uns liegen spannende Entwicklungen und zusätzliche Aufgaben, welche es anzugehen gilt, so das bisherige Fazit der Bezirksvorstandsmitglieder.

Sonntag – ein Geschenk des Himmels

 

Kirchhundem. „Frei sein für Gott und Mensch, das ist unser Sonntag“.  Mit diesem Lied eröffnete die Band ohne Namen aus Lennestadt-Meggen am 15. März den vorerst letztmalig öffentlichen Gottesdienst in der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Kirchhundem.

Pfarrer Heinrich Schmidt erläuterte vor Beginn der Heiligen Messe die allgemeinen Verlautbarungen und Veränderungen, die im kirchlichen Leben angesichts der aktuellen Coronakrise zu beachten sind.

 

Er stellte in besonderer Weise heraus, dass jeder Sonntag mit der Feier der Eucharistie einen österlichen Charakter hat, der an die Auferstehung Jesu Christi erinnert und vergegenwärtigt. Er ging besonders auf den Text des Liedes „Sei behütet“ von Clemens Bittlinger ein. Dort heißt es: „Sei behütet auf Deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen, hält der Schöpfer über Dir die Wacht.“

Die urchristliche Form der Hauskirche bekomme nun wieder besondere Bedeutung. Die Familien sind eingeladen, zu Hause gemeinschaftlich zu beten. In den Kirchen liegt ein Gebet zur Coronakrise aus.

 

Auch die KAB bietet mit ihrem Schwerpunkt kirchlich soziales Engagement und Kontemplation das Stundengebet im Alltag „Te Deum“ der Benedektinerabtei Maria Laach und dem Verlag katholisches Bibelwerk monatlich bis auf weiteres an. Darin enthalten sind die Tagesevangelien, Psalmen, Dank- und Bittgebete und weitere geistliche Impulse zu Glaube, Wissen und Gesellschaft. Das „Te Deum“ entfaltet im Gebet das Ostergeheimnis und orientiert sich am Verbindenden der christlichen Konfessionen.

Es kann kostenfrei bei dem KAB Bezirksbüro Olpe/Siegen unter 02761/94460 oder info@kab-olpe-siegen.de  angefordert werden.

 

Im Anschluss des Gemeindegottesdienstes erhielten die Familien der Bandmitglieder der Band ohne Namen als Zeichen des Dankes das von dem KAB Bezirksverband Olpe/Siegen herausgegebene Buch des Autors Wilhelm ten Haaf aus Welschen Ennest „Am Sonntag hab‘ ich Zeit für Dich“. Es enthält 52 Kurzgeschichten zum Wert des Sonntags und lädt Kinder und ihre Eltern mit diesen unterhaltsamen Geschichten zu jedem Sonntag des Jahres zum gemeinsamen Lesen und Vorlesen ein. Alles was Kinder bewegt und was sie im Laufe eines Jahres selbst erleben können, kommt in den Geschichten zur Sprache: die Zuneigung von Eltern und Großeltern, Geburtstags-, und Erstkommunionfeiern uvm.  Dieses Buch kann bestellt werden ebenfalls beim Bezirksverband Olpe/Siegen. Der Buchpreis enthält eine Spende für die Ordensgemeinschaft Salesianer Don Bosco, welche sich um traumatisierte unbegleitete minderjährige Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten kümmert. In Kürze wird dieses Buch auch im Handel käuflich zu erwerben sein.

KAB Olpe/Siegen unterstützt Adveniat

Olpe/Siegen

Die Zusammenarbeit zwischen der KAB in den Kreisen Olpe und Siegen und dem bischöflichen Hilfswerk Adveniat ist begründet in einer langen Tradition auf der Basis eines Kooperationsvertrages auf Bundesebene.

 

Danach werden viele gemeinsame Bildungsveranstaltungen und Projekte in den Gemeinden durchgeführt. Die Aktion 2019 wurde mit einem Roll-Up im Vorraum der St. Peter und Paul Pfarrkirche in Kirchhundem und dem Projektladen „gut und fair“ in Lennestadt-Meggen unterstützt.

 

Das aktuelle Plakat weist auf die junge Mutter Natalie aus Venezuela hin, die mit ihrer kleinen Tochter in das Nachbarland Kolumbien floh. Die wirtschaftliche und humanitäre Krise hatten sie zu diesem Schritt gedrängt. Viele Menschen in Lateinamerika träumen vom Frieden, doch Mensch und Natur werden nach wie vor rücksichtslos ausgebeutet. Gründe für den Unfrieden sind die Schere zwischen Arm und Reich, die Diskriminierung und die systematische Benachteiligung von Minderheiten, wie indigenen Völkern, Afroamerikanern, Frauen und jungen Menschen. Zu viele Lateinamerikaner sind struktureller Gewalt ausgesetzt. Sie leiden unter Staatsversagen, Korruption, Gewalt, Hunger, Obdachlosigkeit, fehlendem Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung.

 

Die KAB unterstützt zahlreiche Initiativen, die der Bevölkerung ein Leben in Frieden untereinander und mit der Umwelt ermöglichen. Für die KAB ist Voraussetzung, weltweite Solidarität und verantwortliches Handeln im Alltag auch hierzulande.

 

 

Jugendliche gestalten kirchlich-soziale Projekte am Wallfahrtsort Kohlhagen

Kohlhagen

Der 6. Januar, der Dreikönigstag, wird zum Anlass genommen, die Verlebendigung des Umfeldes der Wallfahrtskirche durch verschiedene kirchlich-soziale Projekte auf dem Kohlhagen zu vergegenwärtigen.

 

Erstmals gab es auf dem Kohlhagen unter dem Altardach des Pilgerplatzes in Personengröße die heilige Familie mit dem Jesuskind in der Krippe und Maria und Josef. Koordiniert wurde dieses Projekt von Wilfried Jaspers als Vertreter des Kirchenvorstandes in Abstimmung mit dem Leiter des pastoralen Raumes Kirchhundem, Pfarrer Heinrich Schmidt. Gisela Burghard, Elisabeth Hüttmann und Inge Kellermann aus Brachthausen unter Mitwirkung von Cordula Aßmann zusammen mit Elena Japes und Viktoria Hellenthal als Firmbewerberinnen statteten die Figuren originalgetreu mit Kleidung aus. Eingeflossen in die Finanzierung sind unter anderem auch Kirchensteuermittel.

 

In der Weihnachtszeit wurde die Krippe während einer Kinderkatechese durch Pallottinerpater Jürgen Heite eingesegnet.

Dieses Projekt steht in einem Zusammenhang mit dem Schriftwort und Leitgedanken des Weltjugendtages 2005 „Wir sind gekommen um Ihn anzubeten“ in Köln. Es erinnert an die heiligen drei Könige, dessen Schrein sich im Kölner Dom befindet.

 

Seinerzeit haben 35 jugendliche Gäste aus Mexiko mit ihren neuen Freunden aus dem pastoralen Raum Kirchhundem das Labyrinth auf dem Kohlhagen unter Leitung des damaligen Pfarrers Edgar Zoor und den Ordensschwestern der Armen Dienstmägde Jesu Christi, die ein Vierteljahrhundert segensreich am Wallfahrtsort gewirkt haben, erstellt.

Am Eingang steht die Originalnachbildung des Weltjugendtagskreuzes. Das Schriftwort „Wir sind gekommen, um Ihn anzubeten“ wurde von Johannes und Jürgen Neuhaus aus Wirme in den Querbalken eingeschnitzt.

 

Nun wurde dieses Labyrinth nach dem Vorbild des Labyrinths von Chatres in Verantwortung von Vikar Duc Thien Nguyen zusammen mit den Firmbewerberinnen und Firmbewerbern mit Blick auf den Weltjugendtag 2022 unter dem Schriftwort „Maria stand auf und machte sich eilig auf den Weg.“ (vgl. Lk 1,39) in Lissabon neu erstellt. Die Firmung in diesem Jahr wird Herr Erzbischof Hans-Josef Becker vorgenommen.

Einsegnung der Außenkrippe auf Kohlhagen am 22.12.2019

Auf dem Weltjugendtag 2022 soll diese Verbundenheit zu den Mexikanern reaktiviert werden, deren eigener Wallfahrtsort Guadelupe eine hohe Bedeutung hat, er wird jährlich von Millionen Pilgerinnen und Pilgern besucht.

 

Der KAB Bezirksverband Olpe/Siegen plant unter Koordination von Elmar Greiten aus Welschen Ennest eine gemeinsame Teilnahme am kommenden Weltjugendtag. Weitere Planungen laufen für ein europäisches Begegnungstreffen in Cervera/Spanien im Sommer 2020. Gesucht werden noch Mitglieder für ein Leitungsteam, melden können sich Interessierte unter elmar.greiten@freenet.de.

KAB Ketteler-Cardijn-Werk vom Bonifatiuswerk ausgewählt

Olpe/Lennestadt

Ausgewählt als ein „Tat.Ort.Nikolaus“, einer jährlichen Weihnachtsaktion des Bonifatiuswerkes, wurde der Fairkaufladen des KAB Ketteler-Cardijn-Werkes in der Bruchstraße in Olpe.

 

Herr Josef Brüser und Frau Martina Mayer kümmern sich jeden Tag um geflohene Personen in unserer Region, unbürokratisch und über das eigentliche Aufgabengebiet hinaus, hören zu, helfen, wo Hilfe benötigt wird.

 

In gleicher Weise kümmern sich Dirk und Marlene Johnen mit Ihrem Team in ihrem Laden „gut und fair“ am neuen Standort in Lennestadt-Meggen und seit vergangenem Jahr schon im Weltnotwerk in Welschen Ennest um Menschen, welche sich momentan in einer schwierigen Lebensphase befinden und Hilfe benötigen. Symbolisch wurde im „gut und fair“ das „Licht von Bethlehem“ angezündet.

Auf der Internetseite www.friedenslicht.de heißt es dazu:  Die diesjährige Friedenslichtaktion möchten wir heute vorstellen, sie steht unter dem Motto: „Mut zum Frieden“.

 

Wie schön das wäre, endlich Friede! Alle Völker gemeinsam auf dem Weg. Ohne Machtinteressen und Gewinnstreben. Kein Volk besser als das andere. Keines, das sich auf Kosten anderer bereichert. Keines, das sich als Richter erhebt. Keine Rache, Keine Strafe. Keine Vergeltung. Man übt nicht mehr für den Krieg. Man lebt von dem, was die Erde hergibt. Ausreichend für alle. Wie schön das wäre! Alle Menschen gemeinsam auf dem Weg. Miteinander statt gegeneinander. Kein Mensch ist besser als der andere. Kommt, lasst uns beginnen, jetzt, Du und Ich …(Judith Gaab)

 

KAB unterstützt Weihnachtsaktion der Abtei Dormitio in Jerusalem

„Ich trage deinen Namen in der Heiligen Nacht nach Bethlehem“

Jerusalem/Kirchhundem

Bei seiner letzten Bezirksvorstandsitzung vereinbarte der Bezirksverband der KAB Olpe/Siegen, die Aktion der Benediktinermönche auch in diesem Jahr wieder zu unterstützen.

 

Jemanden beim Namen zu rufen, heißt, so die KAB, ihn oder sie als Person in ihrer Individualität, in ihren Schwächen und Stärken ernst zu nehmen – idealerweise anzunehmen. Der auf eine Schriftrolle geschriebene Name eines Menschen wird von den Benediktinermönchen der Abtei Dormitio in der Heiligen Nacht zur Geburtsstätte Jesu getragen. Somit wird auch die Person selbst dorthin getragen.

Dieses tun sie mit bittendem und dankendem Gebet in der Freude über das Kind in der Krippe und in der Hoffnung auf Heil und auf Frieden.

 

Mit dem Online-Formular auf der Webseite www.dormitio.net kann jeder seinen Namen bis zum 19.12.2019 einreichen oder, sofern kein Internet vorhanden, Kontakt mit dem KAB Büro unter 02761/94460 aufnehmen.

 

missio-Ausstellung „Glaubenszeugen“

Lennestadt

Ende November konnte in der St. Jakobus d. Ä. Kirche in Elspe die missio-Ausstellung „Glaubenszeugen“ besichtigt werden.

Das Bild zeigt Gemeindemitglieder bei der Messe zu Ehren der hl. Elisabeth. Weitere Ausstellungen waren in Meggen, Saalhausen, Oberelspe und Saalhausen zu besichtigen. Organisiert und ausgeliehen wird diese Ausstellung von dem KAB Bezirksverband Olpe/Siegen. Nähere Informationen über die Arbeit von missio erhalten Sie unter www.missio-hilft.de.

Eröffnung „gut und fair“ in Lennestadt-Meggen am Tag des hl. Nikolaus

Lennestadt/Meggen

"Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Laden mit ganz viel Liebe führen und Sie ganz viel Liebe erfahren werden bei Ihrer Arbeit“, so Cornelia Behrens, Leiterin der Caritaskonferenz in Meggen bei der Eröffnung des neuen Projektladens „gut und fair“ des KAB Ketteler-Cardijn-Sozialwerkes am Standort Meggen, nachdem sie die Geschichte „Es war keine Liebe drin“ von Wilhelm Busch vortrug.

 

Der Name „gut und fair“ entstand während eines Gespräches zwischen Frau Behrens und Herrn Johnen. Zuvor gab es einen musikalischen Beitrag von Kerstin Stahl und Gerd Hennecke, die auch die Eröffnung in der Folge musikalisch begleiteten.

Dem vorausgegangen war die Begrüßung der KAB-Bezirksvorsitzenden Hildegard Schlüter. Sie bedankte sich bei dem Ehepaar Dirk und Marlene Johnen und ihrem Team für ihren unermüdlichen Einsatz. Ein halbes Jahr „fairwerteten“ sie u. a. auch Einrichtungsgegenstände, so wurde beispielsweise ein alter Verkaufstresen wieder aufgearbeitet und steht nun wieder im neuen Laden. „Weg von einer Wegwerfgesellschaft, hin zu einer umweltfreundlichen Wiederverwertung, unser Freitag der Zukunft“, so Schlüter. Sie freue sich, erneut am Standort Meggen ein Projekt zu verwirklichen, nachdem die KAB sich schon damals bei ihrem Projekt im alten Bahnhof sehr wohl und angenommen gefühlt habe.

 

Begrüßt wurden auch zahlreiche Gäste und Spender, die der Einladung gefolgt waren. Auch Ihnen wurde ein großer Dank ausgesprochen. Anwesend waren zudem Vertreter der Stadtverwaltung Lennestadt, so der stellv. Bürgermeister Peter Beckmann und der Leiter des Fachbereichs Schulen und Soziales, Herr Meier und der Beigeordnete Karsten Schürheck, der in seinen Worten ebenfalls seinen Dank für dieses gelungene Projekt aussprach und die Mitarbeiter gern in Meggen begrüßte. Außerdem einige Fraktionsmitglieder des Stadtrates, Mitglieder des Moscheevereins und des Jobcenters am Standort Lennestadt sowie die AWO, zu der eine gute Nachbarschaft gepflegt wird, so unterstützen sie die Eröffnung mit der Bereitstellung des Kaffeegeschirrs und des Kaffeeautomaten.

 

Im Anschluss stellte Dirk Johnen sein Team vor und eine Videopräsentation schilderte eindrucksvoll, wie viel Herzblut und Arbeit in die Renovierung gesteckt wurde.

Pfarrer Wollweber zog vor der Einsegnung Parallelen zum heiligen Nikolaus, auf dessen Gedenktag nun – wenn auch zufällig – die Eröffnung fiel. Er freute sich außerdem, dass es nun in Meggen gleich drei Anlaufstellen für Personen gebe, die sich in schwierigen Lebenssituationen wechselseitig unterstützen und Meggen nun wieder ein neues Gesicht habe.

 

Auf der Seite des Bonifatiuswerkes, zu welchem die KAB einen guten Kontakt pflegt, heißt es:

„Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Respekt: Der heilige Nikolaus steht als Symbol für die Vermittlung christlicher Werte und ist somit auch heute noch ein echt gutes Vorbild für ein christlich inspiriertes Handeln.“

Nach dem offiziellen Teil hatten die Gäste Gelegenheit, in adventlicher Stimmung Fragen zu stellen, sich umzusehen und das ein oder andere zu „fairwerten“.

 

Abgegeben werden können: Geschirr, Elektrogeräte, Bücher, Briefmarken, Kinderspielzeug und -bedarf, einfach alle Dinge des täglichen Bedarfs, die zu schade zum Wegwerfen sind.

 

Kontakt:

 

Pfarrer Heinrich Schmidt

Leiter des Pastoralen Raumes

Hundemstr. 53

57399 Kirchhundem

 

Tel.: 0 27 23 - 68 73 65 - 0

Fax: 0 27 23 - 68 73 65 - 9

 

e-Mail: pfarrbuero.kirchhundem(at)prkh.de

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