Hausgottesdienst 21. Juni 2020

(12. Sonntag im Jahreskreis)

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Eröffnung – Lied: GL Nr. 405 Nun danket alle Gott

Einführung:

Manchmal haben wir Menschen Angst, obwohl wir Vertrauen haben müssten.

Manchmal sind wir aber auch so unbedarft, obwohl Vorsicht angebracht wäre.

Damit wir das rechte Maß an Aufmerksamkeit und Furchtlosigkeit gewinnen, richten wir uns auf Jesus aus, der uns dabei helfen will.

Mit dem Kreuzzeichen, das wir auf uns zeichnen, machen wir uns bewusst, dass Jesus uns umarmt und Leib und Seele umgeben will.

 

Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes, Amen.

 

Gebet:

Guter Gott, in der Taufe hat eine ganz besondere Beziehung begonnen, die Beziehung zu dir. Wir haben einen Lebensweg an deiner Hand eingeschlagen, unter deiner Führung und deinem Segen. An deiner Seite erleben wir uns neu. Wir sind mutiger, wenn wir um dich wissen. Wir sind aufmerksamer, wenn wir deine Worte hören und lesen. Wir fühlen uns geliebter, wenn wir dich spüren. Hilf uns, dass wir um dich wissen, uns dir öffnen und dich spüren können - heute und in Ewigkeit. Amen.

 

Hinführung zur Lesung (Röm 5,12-15):

Seit ihren Anfängen kennt die Menschheit Leiden und Tod. Der Mensch, anders als das Tier, weiß sich verantwortlich; er fühlt sich schuldig und ruft nach Erlösung. Christus hat einen neuen Anfang gesetzt, er ist der neue Mensch. Durch die „Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus“ ist die Sünde grundsätzlich überwunden, der Tod hat seinen Schrecken verloren.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.

Schwestern und Brüder!

Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. Sünde war nämlich schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt; dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist.

Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheimgefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteilgeworden.

 

Hinführung zum Evangelium Mt 10,26-33):

Was Gott im Alten Bund zu den Propheten gesagt hat, das sagt Jesus zu den Jüngern, die er als seine Boten aussendet: Fürchtet euch nicht! Weder um die Botschaft noch um sein eigenes Leben soll der Jünger Jesu sich Sorge machen. Die Botschaft wird gehört werden; Jesus steht zu denen, die sich zu ihm bekennen.

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:

„Fürchtet euch nicht vor den Menschen!

Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.

Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch eher vor dem, der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!

Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig?

Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.

Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.

Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.

Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.“

 

Betrachtung:

„Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt... Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.“ (Mt 10,30-31).

Jesus will sagen, dass wir seinem Vater im Himmel lieb und teuer sind. Der Vater achtet auf uns und will unser Bestes. Wo wir von Menschen Missachtung erfahren, da spricht er uns höchste Würde zu. Er zeigt uns seine Wertschätzung durch das Opfer seines Sohnes am Kreuz, damit wir die Gotteskindschaft erlangen: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,16). − Glaube ich an Gottes Liebe zu mir? − Wer bräuchte meine Wertschätzung?

 

Antwort im Gebet: Psalm 139 (GL 657,2)

Herr, du kennst mein Herz, bei dir bin ich geborgen.

HERR, du hast mich erforscht und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.

Von fern erkennst du meine Gedanken.

Herr, du kennst mein Herz, bei dir bin ich geborgen.

Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt. Du bist vertraut mit all meinen Wegen.

Noch liegt mir das Wort auf der Zunge, du, HERR, kennst es bereits.

Herr, du kennst mein Herz, bei dir bin ich geborgen.

Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.

Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.

Herr, du kennst mein Herz, bei dir bin ich geborgen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste.  Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

Herr, du kennst mein Herz, bei dir bin ich geborgen.

Fürbitten:

Beten wir zu Gott, dass er uns helfe, einander wertzuschätzen, so wir von ihm wertgeschätzt werden:

Herr erbarme dich.

  • Hilf uns, anderen ohne Vorurteile zu begegnen.
  • Zeige uns, wie wir andere gelten lassen können.
  • Gib uns den Mut, andere ihre Kompetenz einbringen zu lassen.
  • Lehre uns, die Überzeugung der anderen zu respektieren.
  • Ermahne uns, anderen das Gesicht zu wahren.
  • Schenke uns einen Blick für die guten Seiten der anderen.

Beten wir zu Gott unserem Vater, der uns als seine Kinder unendlich liebt:

Vater unser im Himmel…..

 

Segensgebet:

Gottes Segen sei mit uns, wie eine vertraute Stimme, die uns beim Namen nennt. Gottes Segen sei mit uns, wie eine vertraute Umgebung, die wir Heimat nennen. Gottes Segen sei mit uns, wie ein vertrautes Gesicht, in das wir schauen und uns geliebt wissen. Gottes Segen sei mit uns, so vertraut, dass wir leben können.

Gottes Segen sei mit uns, der Segen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Schlusslied: GL 346 Atme in uns, Heiliger Geist

 

 

Kontakt:

 

Pfarrer Heinrich Schmidt

Leiter des Pastoralen Raumes

Hundemstr. 53

57399 Kirchhundem

 

Tel.: 0 27 23 - 68 73 65 - 0

Fax: 0 27 23 - 68 73 65 - 9

 

e-Mail: pfarrbuero.kirchhundem(at)prkh.de

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