Aktuelle Mitteilungen zum Coronavirus und

den Maßnahmen im Pastoralen Raum Kirchhundem

Achtung, seit Anfang April aktuelle Änderungen in Hinsicht auf

Taufen, Trauungen und Beisetzungen (siehe weiter unten)

Kirchhundem, 02.April 2020

Maßnahmen zum Umgang in der Corona-Pandemie

 

Liebe Schwestern und Brüder in den Gemeinden unseres Pastoralen Raumes,

 

Mit der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 erleben wir erstmals nicht nur einen unsichtbaren Gegner, dessen Bekämpfung eine große Herausforderung darstellt, sondern auch einen Einschnitt in unserem alltäglichen Leben.

Die Atemwegserkrankung Covid-19, die das Virus auslöst, hat bisher schon einige Menschenleben weltweit gefordert.

 

Aus diesem Grund hat die Landesregierung NRW am Freitag, 13. März 2020 beschlossen, die Schulpflicht ab Montag, 16. März 2020 aufzuheben und die Schulen und Kindertageseinrichtungen zu schließen.

Am selben Tag hat der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, bis auf weiteres alle Firmfeiern im gesamten Erzbistum Paderborn abgesagt.

 

Der Erzbischof von Paderborn hat entschieden:

ab Montag, 16. März 2020

sind vorläufig alle öffentlichen Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen

im Erzbistum Paderborn abgesagt!

 

Entscheidungen, die nicht nur gesellschaftliche Relevanz haben, sondern auch ganz konkret uns als Kirche, als Gemeinschaft der Glaubenden in Kirchhundem betreffen.

Nach Beratung im Pastoralteam werden nun folgende Maßnahmen in den Gemeinden unseres Pastoralen Raumes in Kraft treten:

 

  • Alle öffentlichen Gottesdienste, Wallfahrten, Gremiensitzungen und kirchliche Veranstaltungen werden bis auf weiteres abgesagt.

 

  • Alle Pfarrheime und Versammlungsräume der Pfarreien sind bis auf weiteres für alle Gruppierungen und Versammlungen geschlossen.

 

  • Die Feiern der Erstkommunionen werden aufgrund der Gesamtsituation auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

 

  • Die Einzelseelsorge und Krankenkommunion sollen auf Wunsch auch weiterhin möglich sein.

Wir Priester werden auch für seelsorgliche Dienste jederzeit zur Verfügung stehen.

 

  • Die Priester werden Gottesdienste in privater Form feiern.

Wir wollen so zum Ausdruck bringen, dass trotz der Maßnahmen, die das öffentliche kirchliche

Leben einschränken, unsere Gemeinden weder gottvergessen noch gottverlassen sind. Im Gebet

werden wir Ihnen auf diese Weise verbunden sein und vor allem in dieser Ausnahmezeit Ihre

Anliegen vor Gott tragen.

 

  • Die Kirchen werden nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten und unter Beachtung der bekanntgemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben;

hierbei sind in jedem Falle die jeweils geltenden amtlichen Verfügungen

(z.B. Versammlungsbeschränkungen oder -verbote) maßgeblich.

 

  • Eine wichtige Frage betrifft die Sonntagspflicht:

Sie regelt kirchenrechtlich gemäß can 1248 CIC die Teilnahme an der sonntäglichen Eucharistiefeier,

aber dahinter steht auch eine innere Selbstverpflichtung, Christus am Sonntag in der Versammlung

zur Eucharistie zu begegnen, weil wir daraus als Kirche leben.

In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Paderborn die „schwerwiegenden

Gründe“, unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist.

Die Gläubigen sind eingeladen, den Sonntag dennoch zu heiligen, indem sie über die Medien an einer

konkreten Eucharistiefeier teilnehmen und diese intentional mitfeiern, sich eine entsprechende Zeit lang

dem persönlichen Gebet oder dem Gebet in der Familie widmen. Alle Gläubigen sind eingeladen, die

geistige Kommunion zu praktizieren.

 

 

Eine Übersicht mit den Übertragungen von Gottesdiensten in den Medien ist vom Erzbistum Köln zusammengestellt worden und über folgenden Link zu finden:

https://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/ebkportal/.content/.galleries/magazin/downloads-magazin/gottesdienst-uebertragungen.pdf

 

 

Zur Verdeutlichung noch ein Nachtrag im Hinblick auf das kirchliche Leben nach dem geltenden „Kontaktverbot“:

  • So teilt das Erzbistum Paderborn mit, dass auch Taufen und Trauungen erst einmal nicht mehr in der reduzierten Form mit Eltern und Paten bzw. Brautpaar und Zeugen möglich sind. Nottaufen sind natürlich eine Ausnahme.

  • Beerdigungen können im kleinsten Kreis direkt auf dem Friedhof stattfinden. Eine öffentliche Trauerfeier oder ein Requiem sind natürlich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich.

  • Die Kirchen bleiben weiterhin für ein persönliches Gebet geöffnet.

  • Die Intentionen, die für die Heiligen Messen abgegeben wurden, werden in den privaten Messfeiern berücksichtigt. Insbesondere 6Wochenämter oder Jahresgedächtnisse u. ä. können noch einmal öffentlich mit ins Gebet genommen werden, wenn gemeinsame Gottesdienste wieder möglich sind. Melden Sie sich dann bitte einfach in den Pfarrbüros.

 

  • Die Pfarrbüros in Brachthausen, Kirchhundem und Oberhundem bleiben für den Publikumsverkehr bis auf weiteres geschlossen. Per Telefon und Email sind sie zu den bekannten Öffnungszeiten erreichbar.

 

Diese Regelungen gelten zunächst bis einschließlich 19. April 2020.

 

 

Das Erzbistum Paderborn und das Pastoralteam bedauern diese Maßnahmen zutiefst, jedoch sind sie ein notwendiger Beitrag, um die stark zunehmende Ausbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen. Erzbischof Hans-Josef Becker ist mit den Gläubigen im Gebet verbunden. Er legt ihnen das persönliche Gebet und das Gebet in der Familie in besonderer Weise nahe.

 

 

Läuten als Einladung gegen das Verstummen

 

Im Pastoralen Raum Kirchhundem werden wir in diesen Tagen beginnen, abends wenn die Kirchen geschlossen werden, um 19.30 Uhr zu läuten, um die Familien und die Einzelnen einzuladen, sich im Gebet zu verbinden, aneinander zu denken und füreinander im Gebet einzustehen.

 

Wir Priester werden während des Gebets in besonderer Weise der Erkrankten gedenken und für alle Gottes Segen erbitten. Auch wenn wir nicht als Gemeinschaft in die Pfarrkirchen kommen können, so dürfen wir uns doch daran erinnern lassen: wir gehören zusammen und wir alle sind in Gottes Hand.

 

Am Sonntagvormittag werden die Glocken um 10.00 Uhr zum Gebet in den Häusern und Familien einladen, um uns in dieser Ausnahmezeit im Glauben und in der Hoffnung zu bestärken. Wo immer wir können, wollen wir einander helfen.

 

 

 

Gebet zur Corona-Krise

 

Herr, Du Gott des Lebens,

betroffen von der Corona-Epidemie kommen wir zu Dir.

Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist

und bitten um Heilung für alle Erkrankten.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

 

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,

und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.

Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.

Dankbar beten wir für alle, die mit ihren vielfältigen Diensten

die Versorgung und Sicherheit unseres Landes aufrechterhalten.

Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.

Besonders denken wir an Personen und Orte, die unter Quarantäne stehen,

und an alle, die sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.

Heiliger Geist tröste die alten und pflegebedürftigen Menschen,

berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,

dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

 

Von ganzem Herzen bitten wir, dass die medizinischen Einrichtungen

auch weiterhin den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.

Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt

und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.

Sehnsuchtsvoll bitten wir um eine weltweite Eindämmung der Krankheit.

Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.

Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.

Wir sind sterbliche Wesen und müssen unsere Grenzen akzeptieren.

Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.

Gemeinsam und im Vertrauen auf Deine Hilfe werden wir die Krise bestehen.

 

Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,

Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht

und macht uns offen füreinander – aufmerksam und achtsam.

Dein Herz ist gütig und demütig, eine erfrischende Quelle des Friedens.

Jesus, wir vertrauen auf Dich!

 

Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,

Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns!

Amen.

 

 

Quelle: Diözese Innsbruck

Weitere tagesaktuelle Entwicklungen zum Coronavirus und dessen Auswirkungen auf die Gläubigen im Erzbistum Paderborn sind über die folgende Webseite des Erbistums abrufbar:

Gebet zur Corona-Krise

als PDF

 

Kontakt:

 

Pfarrer Heinrich Schmidt

Leiter des Pastoralen Raumes

Hundemstr. 53

57399 Kirchhundem

 

Tel.: 0 27 23 - 68 73 65 - 0

Fax: 0 27 23 - 68 73 65 - 9

 

e-Mail: pfarrbuero.kirchhundem(at)prkh.de

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