Pastoraler Raum Kirchhundem

St. Johannes Baptist Welschen Ennest - Kirche

Der alte Ortskern um die Kirche wurde um 1903 fertiggestellt und ersetzte die alte Kapelle in der Ortsmitte, wo heute der Marienbrunnen zu finden ist. Die alte Ortskapelle wurde im Jahr 1906 abgerissen.

 

Die Mebold-Orgel, die Anfang des 21. Jahrhunderts installiert wurde, lockt sogar Organisten, die man gewöhnlich nur in den Kathedralen Deutschlands und Europas antrifft, zum Spiel in der kleinen Dorfkirche von Welschen Ennest.

Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in der Pfarrer-Sauerwald-Straße in Welschen Ennest

 

Die zweijochige neugotische Saalkirche mit einem Querhaus wurde von 1901/02 unter der Bauleitung von Johann Adam Rüppel errichtet; mit der Baudurchführung war der Bauunternehmer Anton Sunder-Plassmann aus Förde (heute: Grevenbrück) betraut.

 

Der Chor mit 3/8-Schluss ist nach Südwesten gerichtet, der mit einem Spitzhelm bekrönte Turm ist prägend für das Ortsbild. Der verputzte Bruchsteinbau wird durch Werkstein und reiches Maßwerk in unterschiedlichen Fensterformen mit ornamentalen und figürlichen Farbfenstern gegliedert.

Geschichtliches

St. Johannes Baptist

Die Mebold-Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist Welschen Ennest

Mit viel Liebe zum Detail und profunden Fachkenntnissen des Orgelbaumeisters und seiner Mitarbeiter wurden in der Orgelbauwerkstatt Mebold in Siegen-Breitenbach ab 2001 die Pläne für eine 26-registrige Schleifladenorgel in die Tat umgesetzt.

 

Als Orgelbaumeister Hans Peter Mebold während der Arbeiten plötzlich verstarb, war das Projekt ernsthaft gefährdet. Sein späterer Werkstattleiter Tobias Späth und Frau Marianne Mebold führten die Arbeiten jedoch ohne Verzögerung oder Qualitätseinbruch zu einem sehr guten Ende.

 

Das Instrument wurde am 8. September 2002 durch Pfarrer Paul Nikolajczyk eingeweiht.

 

Die Disposition wurde unter fachlicher Beratung des Orgelbausachverständigen Helmut Peters, Paderborn, von OBM Hans Peter Mebold eigens für Welschen Ennest entworfen. Sie zeichnet sich durch eine selten anzutreffende Vielseitigkeit aus, zumal, wenn man die begrenzte Zahl von 23 originalen (und 3 transmittierten) Registern bedenkt.

Mebold-Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist Welschen Ennest

Ein „klassischer" Aufbau im Hauptwerk und zahlreiche „romantische" Klangfarben im Schwellwerk wie Salicional, Schwebung, Geigenprinzipal und Oboe in französisch-romantischer Bauweise ermöglichen eine Darbietung von Werken aus nahezu allen Stilepochen und Traditionen.

 

Die leichtgängige mechanische Spieltraktur trägt zur großen Spielfreude bei, die vom Instrument auf den Organisten übergeht. Eine elektronische Setzeranlage ermöglicht die Realisierung auch anspruchsvollster Konzerte, ohne dass dabei ein Registrant tätig werden muss.

 

Ermöglicht wurde die Anschaffung des Instruments durch das Engagement der Mitglieder des eigens gegründeten Orgelbauvereins sowie durch die kleinen und großen Spenden der Gemeindemitglieder und Sponsoren.

Cäcilienfenster neben der Mebold-Orgel in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist Welschen Ennest

Disposition der Mebold-Orgel in der kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptist

in Kirchhundem Welschen Ennest

Hauptwerk C – g’’’

 

1.   Bordun 16’

2.   Prinzipal 8’

3.   Gedackt 8’

4.   Gambe 8’

5.   Octave 4’

6.   Gemshorn 4’

7.   Nasat 2 2/3’

8.   Superoctave 2’

9.   Mixtur 4-fach  1 1/3’

10. Trompete 8’

 

       Tremulant

 

       Zimbelstern

 

       Crescendowalze

 

 

Schwellwerk C – g’’’

 

11. Rohrflöte 8’

12. Salicional 8’

13. Schwebung 8’

14. Geigenprinzipal 4’

15. Blockflöte 4’

16. Quinte 2 2/3’

17. Hohlflöte 2’

18. Terz 1 3/5 ‚

19. Larigot 1 1/3’

20. Sifflöte 1’

21. Oboe 8’

 

Pedalwerk

(durchschobene Lade mit HW)

 

22. Subbaß 16’

      (Transmission mit Bordun 16’ HW)

23. Gemsbaß 8’

24. Octave 4’

      (Transmission mit HW)

25. Corno 16’

26. Trompete 8’

      (Transmission mit HW)

 

Koppeln:  I-II; I-P; II-P

 

Spieltraktur: mechanisch

 

Registertraktur: elektrisch, mit Setzer

 

Die Mebold-Orgel ist auch beim Orgelverbund Westfalen gelistet, der derzeit 28 aktive Mitglieder zählt. Durch Anklicken des nachfolgenden Logos gelangen Sie zur Seite des Orgelverbunds mit weiteren Informationen: