Pastoraler Raum Kirchhundem

St. Lambertus Oberhundem - Kirche

 

 

Geschichtliches

Patron der Kirche ist der heilige Lambertus. Lambertus wurde 675 von politischen Wirren von seinem Maastrichter Bischofsstuhl vertrieben. Er lebte sieben Jahre als Verbannter im Kloster Stablo. Nach seiner Rückkehr nach Maastricht im Jahr 682, wurde er dann am 17. September im Jahr 705 oder 706 in Folge von Rache, ermordet. Er starb ohne Gegenwehr und galt als Märtyrer. Seine Herkunft aus dem fränkischen Hochadel sorgte für eine schnelle Ausbreitung der Verehrung.

 

Links und rechts neben Lambertus sind die Heiligen Joseph und Franz Xaver.

Der heilige Joseph, der Mann Marias mit dem Jesuskind auf dem Arm und der Lilie in der Hand.

Franz Xaver, der 1506 in Spanien geboren wurde und 1537 in Venedig als Priester geweiht wurde, missionierte in Indien und Japan. Er gründete mit drei anderen Priestern den Jesuitenorden. Im Alter von 46 Jahren verstarb Franz Xaver auf der dem chinesischen Festland vorgelagerten Insel Shangchuan Dao.

 

 

 

Der Turm ist im romanischen Stil gebaut, worauf der relativ kleine, halbrunde Türbogen hinweist. Die spitze Turmhaube ist der Gotik zuzurechnen.

 

Das Kirchenschiff ist im Baustil des späten Barock geprägt, einem Bautyp, wie es ihn im Sauerland mehrfach gibt, wie z.B. in Heinsberg und Kohlhagen.

 

Von der alten, 1769 abgebrochenen Kirche blieb nur noch der Turm, der um das Jahr 1000 entstanden ist. Die neue Kirche baute der Steinmetz und Maurermeister oder andernorts bezeichnet als: „Fürstlich Paderborner Baumeister“: Ignatius Gehly aus Bühren. Er leitete zwischen 1765 und 1786 den Neubau der Wirtschafts-hofanlagen des Klosters Grafschaft.

In der Pfarrkirche zu Oberhundem stößt man auf unterschiedliche Stifterfamilien. Die Ehrenrechte des Stifters zeigen sich z.B. in der Anbringung des Familienwappens am Hochaltar und Hauptaltar. Es weist hier auf den Freiherrn Heinrich Christoph von Schade zu Ahausen (1724-84 und seiner Gattin Anna Ros. Sophia Droste von Hülshoff (1738-96) hin.

 

Der Taufstein wurde laut Inschrift 1775 erbaut. Ihn ziert ein geflügelter Engelskopf.

 

Auf der Kanzel sind die Symboltiere der vier Evangelisten (Matthäus - Engel, Markus - Löwe, Lukas – geflügelter Stier,  Johannes – Adler) abgebildet.

 

An der Rückwand ist Johannes der Täufer, der auf Jesus, das Lamm, hinweist. Auf dem Schalldeckel bläst ein Engel die Fanfare.

 

Das Osterkreuz

 

An der rechten Seite des die Chornische öffnenenden Triumpfbogens, der hoch im Gewölbe eine Inschrift des Erbauers, Pfarrer Schnüttgen, trägt, hängt das barocke sogenannte Osterkreuz.

 

Falls es noch nicht älter ist, stammt es wohl aus der Zeit des Kirchenbaues.

 

Das Osterkreuz im Chor der Kirche ist ein Kunstwerk erschütternder Ausdruckskraft.

 

Auf der höchsten Stelle des Orgelgehäuses ist die Figur der heiligen Luzia angebracht. Sie ist eine aus Sizilien stammende Märtyrerin und um das Jahr 303  für ihren Glauben gestorben.

 

1650 für die Pfarrkirche von Stockum bei Sundern gebaut, kam 1881 die Barockorgel in die Oberhundemer Pfarrkirche. Bis weit in die Mitte des letzten Jahrhunderts mussten die Blasebalge der Orgel durch Menschenkraft betätigt werden.

 

Nach einer aufwendigen Renovierung in den 1990er Jahren ist sie heute mit 2 Manualen und einem Pedal ausgestattet. Die Orgel hat 22 Register, zehn im Hauptwerk und jeweils sechs im Brust- und Pedalwerk.

Die heilige Barbara

 

Der heilige Antonius von Padua

 

St. Lambertus

Der heilige Rochus

Die heilige Agatha

Chorbischof zu Trier und St. Mauritz in Tholeja, päpstlicher Kammerherr, fürstlicher Münsterscher und Salzburger Geheim-Rat, Dompropst zu Münster, Dechant zu Salzburg, Domherr zu Lüttich und Paderborn, Propst zu Busdorf und Meschede, dessen Bruder Adolph die Adolphsburg bei Oberhundem errichtet hat und dessen Bruder Ferdinand Fürstbischof von Münster und Paderborn war. Sie ist zwischen 1690 und 1707, vermutlich als Vermächtnis um 1700 entstanden.

Die Strahlenmonstranz

 

Der achtteilige ovale Fuß der Strahlenmonstranz ist auf den vier breiten Pässen mit üppigen Blumen dekoriert, die vom Fußhals herunterwachsen, und auf den vier schmalen Pässen mit geflügelten Engelsköpfen. Der vergoldete Grund zeigt zusätzlich punktpunzierte Ranken.

 

Auf einem Knauf mit Akanthusdekor steht als Atlant ein Engel in antikem Orantengestus mit silbernem Untergewand und vergoldetem punktpunziertem Obergewand.

 

Das längsovale Schaugefäß mit originaler Lunula über geflügeltem Engelskopf rahmen ein mit sechs Steinen besetztes plastisches Wolkenband und ein gewellter und geflammter Strahlenkranz; aus dem Lebensbaum an seiner Spitze wächst ein Kreuz hervor, das mit einem plastischen Crucifix belegt ist.

 

Silbernes Akanthusrankenwerk mit figürlichen Reliefs ist dem Strahlenkranz vorgeblendet: unterhalb des Schaugefäßes Maria Orans in Halbfigur, oberhalb die Geisthaube im Strahlenkranz und Gottvater über Wolken; seitlich je zwei Putten mit Geißelsäule und Hahn, Kreuz, Schwamm und Lanze. Die Rückseite ist schmucklos.

 

Nach dem am Fuß angehefteten Wappen mit den Initialen WF ist die Monstranz eine Stiftung des Wilhelm von Fürstenberg,